Blog über ein geschickt getarntes Spitzenspiel, eine dafür recht ansehliche Partie und eine Situation die mit der höchsten B-Note zu bilanzieren ist.

Stevens stellte klar, was für ein Spiel wir, und er meinte damit natürlich die Fußballfans, sehen werden. Franco Foda sprach immer wieder die herrausragende Bedeutung der Partie in Bezug auf die Tabelle an. Marc Janko, aber auch Angestellte des SK Sturm Graz hoben die immense Wichtigkeit des gestrigen „Spitzenspiel“ heraus. Als solches wurden die 90 Minuten in der mit 43,3 Prozent des Zuschauervolumens gefüllten Red Bull Arena auch seitens der Medien beschrieben, doch nicht etwa auf angemessen was-weiß-ich-wievielen Seiten, sondern der Umfang der Vorschauen variierte zwischen einem Absatz (Tageszeitung ÖSTERREICH) und einem kurz und unscharf geraten Artikel auf derStandard.at. Man kann also von einer geschickten Tarnung des Spitzenspiels vor der Begegnung sprechen… Doch nun genug der medialen Enthüllungen – es sei ein kurzer Blick auf das Sportliche gewagt:

13.000, wie bereits erwähnt nicht Einmal die Hälfte des Stadions war voll – lag wahrscheinlich aber auch an der geschickten Tarnung der Medien, Zuseher wollten sich den Kracher (nein, nicht Krocha…) zwischen Tabellenführer, mal sehen wann die Medien  das endlich mitkommen, Red Bull Salzburg und Tabellenzweiten Sturm Graz nicht entgehen lassen. Sie sollten ein offenes Spiel erleben, welches zu Beginn und zum Ende hin etwas verhalten ausgetragen wurde, Alles in Allem aber trotz Tarnanzug als Spitzenspiel erkannt werden konnte. Doch erstmal sahen sie einen Treffer der Gäste, Daniel Beichler war’s, – eiskalte Vollstreckung aus spitzem Winkel inkludiert. Die Salzburger vermochten in den Anfangsminuten nicht wirklich zu überzeugen und so musste ein Steven’sches Mittel, eine Standardsituation nämlich, herhalten. Für das 1:1 musste sich Afolabi ‚opfern‘, was ihm aber sichtlich weniger Wehmut bereitete als anzunehmen war. Da das Ausgleichstor den Hausherren scheinbar die Flügel, die sich Sturm derweilen geliehen hatte, zurückbrachte, war es nicht wirklich überraschend, dass Somen Tchoyi nach Svento-Vorlage und einem eigenen Heberl an die Querlatte aus kurzer Distanz die Führung für RBS erzielte. Als Beichler erneut, diesmal fiel es ihm wesentlich leichter den Ball ins Tor der Bullen zu bugsieren, ausglich schienen Zweifel über die spitzenmäßig des Matches beseitigt gewesen sein.

Und dann kam die 46. Spielminute… 53 Sekunden verstrichen nach Wiederanpfiff als Marc Janko nach sehenswertem links-rechts-Gaberln-vor-kurz-Eck-Schuss einen für Österreichische Verhältnisse – zumindest was das 21. Jahrhundert betrifft – wohl ziemlich einzigartigen Treffer erzielte. Um ihn in Worte zu fassen fehlen mir die verfügbaren Zeilen, daher poste ich einfach nur einen Link zum Tor -> http://www.laola1.tv/?channel=8&teaser=295&play=8340 <- Das einzige Tor in den letzten paar Jahren, das auch nur annähernd an die technische Klasse von Marcs Treffer heranreichte, fiel übrigens im Vorjahr im Hanappi-Stadion. Wer damals Torschütze war fällt mir aber gerade nicht ein… 😉

Um die RBS-Mannschaft nicht wieder nur auf einen Spieler, Huub mag das bekanntlich überhaupt nicht, muss zum Abschluss – die restlichen 40 Minuten spielte Salzburg so trocken hinunter, sodass eine nähere Erwähnung erst gar nicht von Nöten ist – noch gesagt sein, dass der gesamten Bullen-Truppe für die gezeigte Leistung zu gratulieren ist, nach dem Ausgleich hat man das Spiel in den Griff bekommen und recht souverän gewonnen!

Die Besten: Tchoyi, Leitgeb, Janko bzw. Beichler

Artikel stammt vom: 24. September 2009 – 19:55 Uhr

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