Blog über den sportlichen Werdegang des Andreas Ivanschitz

Er wurde als DAS Talent des heimischen Fußballs gehandelt. Freilich steckten damals neu aufgekommene Talente wie Dragovic, Beichler, Jantscher, Arnautovic und Co. noch in den Kinderschuhen, doch nichts desto trotz darf dies als Qualitätsmerkmal eines Spielers gegolten werden. Die Rede ist von dem heute 25-Jährigen Andi Ivanschitz, der derzeit als Regisseur von Mainz05 die Strafräume der Piefke-Liga aufmischt. Die Rede ist vom jüngsten Nationalteam-Kapitän der österreichischen A-Team-Geschichte. Dass ihm dieses Privileg bereits mit 19 Jahren zuteil wurde, verdankte er zwar Hans Krankl und des Grün-Weißen Vorlieben, aber es darf durchaus von dem Beginn eines positiven Werdegangs für Ivanschitz gesprochen werden. Als er bei Rapid die Blüte seiner noch jungen Fußballer-Karriere erreichte, sehnte er sich – mittlerweile auch halbwegs in die Kapitänsrolle gewachsen – nach einer neuen Herausforderung, welche im Red Bull Salzburg freundlicherweise gewährte.

Dort traf er unter anderem auf einen gewissen Marc Janko, bereitete ihm einige Tore vor und veranstaltete in dessen Verletzungszeit gar ein Elfmeterschießen, mit Krücken wohlgemerkt, mit dem Bullen-Goalgetter. Unter ‚El Maestro‘ klappte es dann jedoch nicht wie gewünscht, Kurzeinsätze waren Tagesprogramm, die Lust an der schönsten Nebensache der Welt schien verloren gegangen zu sein.

So musste sich erneut ein barmherziger Arbeitgeber um Ivanschitz annehmen – diesmal traf Panathinaikos Athen diese schwere Bürde! Im Gegensatz zu dem Bullen-Engagement bei dem anfangs durchaus Achtungserfolge zu verbuchen waren, lief es in der griechischen Hauptstadt eigentlich von Beginn an schlecht für ihn. Kurzeinsätze waren noch alltäglicher als in der Mozartstadt und die Lust an der schönsten Nebensache der Welt schien nicht nur, sondern war tatsächlich den Bach runter gegangen.

Auch im A-Team lief es nicht gut. Mit dem Amtsantritt von Dietmar Constantini als Teamchef wurde Andi sowohl seiner Schleife, mittlerweile stand sie ihm eigentlich ungewohnt gut, als auch seines Platzes im Teamkader und vielleicht auch ein wenig seiner Würde beraubt. Ivanschitz schwor zwar „um die Schleife zu kämpfen“, was Didi aber weniger gut gefiel, zumindest ließ es der folgende Clinch der beiden so vermuten. Quasi parallel lief die Beschäftigung bei Athen aus, der Vertrag mit Ivanschitz wurde auf beidseitigem Einverständnis nicht verlängert.

Doch dann kam die Anfrage des Bundesliga-Aufsteigers Mainz05. Und Ivanschitz kam, sah, traf – pardon, unterschrieb – und siegte! Nach den ersten Runden der hochgehandelten ersten deutschen Bundesliga führt der Ex-Rapidler – in seinen bittersten Momenten war den Medien der Verweis auf seine Salzburg-Vergangenheit stehts wichtiger gewesen – die Scorerliste an. Und auch mit einer Berufung in den Teamkader darf der Ex-Athener rechnen.

Artikel stammt vom: 28. September 2009 – 20:07 Uhr

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