Blog über den 22-Mann-Kader von Österreichs-Nationalteam für die kommenden Aufgaben

Andi Ivanschitz: Hallo, hier Ivanschitz!
Didi Constantini: Servas, hier ist Dein Nationalteamtrainer!

AI: Hallo Didi!
DC: Servas, Andi. Wie geht´s in Mainz?

AI: Gut, läuft ja sehr gut die Saison.
DC: Naja, aber im letzten Spiel gegen Bremen hast nix grissen.

AI: Das war nicht so gut, aber die Spiele davor schon.
DC: Ahso? Na, wie auch immer. Du, es geht um den Teamkader, den ich am Dienstag einberufe für die kommenden zwei Spiele. Bist dabei?

AI: Ja, klar, Teamchef. Freut mich, dass ich wieder mitspielen kann.
DC: Von Spielen hat keiner geredet. Ich hole dich nur in den Kader.

AI: Aha, ok. Im Training werde ich schon Vollgas geben. Da werde ich mich schon für einen Startplatz in der Elf beweisen.
DC: Andi, nochmal: Du bekommst von mir keinen Stammplatz für die Nationalelf.

AI: Ok, na im Training werde ich trotzdem Vollgas geben. Ich möchte nämlich unbedingt spielen.
DC: Andi, es reicht. Du brauchst mir nicht vorschreiben, wer spielt und wer nicht. Du hast keinen Stammplatz.

AI: Das habe ich auch nie gesagt. Ich will ja nur so viel wie möglich spielen, auch im Nationalteam.
DC: Sag mal, was glaubst, wer ich bin? Der Hickersberger? Na, wenn du einen Stammplatz forderst, dann berufe ich dich eben nicht ein. Basta. Hast Deine Chance gehabt.

AI: Hallo? Noch wer dran?

So, oder zumindest so ähnlich dürfte der Dialog zwischen Andi Ivanschitz und Teamchef Didi Constantini gelautet haben. Ganz so wie es in obigem Fall ’90Minuten.at‘ ausdrückt, wird es sich zwar nicht zugetragen haben, aber ein gewisser Wahrheitsgehalt dürfte selbst einem Constantini-Anhänger nicht verborgen geblieben sein.

Diesmal nur 7 in der Hauptstadt beschäftigten Akteuren, stehen im heute verkündeten Kader 3 Salzburger, 2 Linzer und ein neues Gesicht gegenüber. Dass dieses nicht etwa jenes des aussortierten Ex-Rapidlers Ivanschitz war, sondern doch eher das von Ekrem Dag – Besiktas Istanbul Legionär – war, überraschte Österreich, obwohl ÖSTERREICH es bereits Tags zuvor wusste.

Der links-links-liberale Österreicher möchte bereits Rassismus gegenüber der zur Minderheit gewordenen Spezies ‚Spielmacher‘ geortet haben, doch vielmehr lag es dem Herren Constantini zufolge eher daran, „dass Ivanschitz einen Stammplatz gefordert hat“. Und da dies dem Dikator, als Schüler von Trainer-Legende Ernst Happel steht ihm dieser Titel zu wie kaum jemand anderem,  ja bekanntlich überhaupt nicht schmeckt, entschloss sich Didi kurzerhand den Mainz05-Legionär doch nicht für die nahenden Partien gegen Litauen, Frankreich und Spanien einzuberufen.

Dass Constantinis Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen negiert Ivanschitz und beschreibt Didis Umgang mit ihm als prinzipiell „nicht in Ordnung“. Weiters beschwerte er sich über die Frechheit ihm „einfach den Schwarzen Peter“ zuzuschieben.

Fazit: Einmal war es irgendwas, einmal die mangelnde Fitness und diesmal der Vorwand Ivanschitz hätte einen Stammplatz gefordert – was bleibt ist der Eindruck, dass die beiden so schnell keine Freunde mehr werden.

Artikel stammt vom: 29. September 2009 – 15:22 Uhr

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