Blog über das ominöse Jahr 1984

Das Jahr 1984 war ein Jahr, welches sowohl den Salzburgern wie auch den Rapidlern ein freudiges Lächeln abringen wird. Die einen, Erstere sind gemeint, bejubeln eine ‚goldene Generation‘, die Grünen schwärmen vom Einzug ins €-Cup-Finale und in den letzten Tagen vor Allem vom Aufstieg gegen Celtic Glasgow.

Mit einem neuerlichen Sieg wurde es nichts für die Hütteldorfer, doch auch das 1:1 in Schottland ist ein beachtlicher Erfolg. Nicht minder – Nein, wesentlich höher – hoch darf der sensationelle 2:0-Erfolg der Mozartstädter über Villareal eingeschätzt werden. Die – so schreibt es die ‚ÖSTERREICH‘ – „magische Achse“ rund um Keeper Gustafsson, Driblanski Tchoyi und Torminator Janko erlegten den Kontrahenten aus Spanien und dürfen ab nun massiv vom Aufstieg in die Runde der letzten 32 träumen.

Live im Stadion durfte ich den Hit mitverfolgen. Aus nächster Nähe konnte ich den wohl besten Auftritt der Salzburger seit Beginn der Ära RedBull miterleben. Hautnah sah ich den Ball nach tollem Leitgeb-Freistoß und ebenso schönem Janko-Kung-Fu-Kick über die Torlinie kullern. Und natürlich auch das Sahne-Stückerl von Tchoyi in Minute 84, welche das Spiel zugunsten der Bullen vorentschied.

Dazwischen sah ich eine offene Partie, bei der sich konzentrierte, kämpferisch starke und technisch durchaus versierte Salzburger und ideenlose Spanier gegenüber standen. Um den Vorjahres-Vize aus Villareal nicht schlechter zu machen als er es ist und war, muss aber erwähnt werden, dass Nilmar und Senna erst Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden und die Startelf natürlich somit nicht die 100%ige Qualität zur Verfügung hatte.

Stevens appelliert weiter an seine Spieler auf dem Boden zu bleiben, Janko lässt wieder an Adriaanse-Zeiten denken und Tchoyi ist „Angekommen, aber nicht um zu bleiben“ – so titulierte derStandard.at jedenfalls. Im offiziellen Red Bull Salzburg Forum zollen sämtliche User ihrer Mannschaft Lob und Ehre und einer unter ihnen meinte sogar „das beste Spiel einer Salzburger Mannschaft seit ’84“ gesehen zu haben.

Neben den ohnehin bereits am Boden liegenden Spaniern, ist aber vor Allem der ORF als großer Verlierer hervorzuheben. Sämtliche österreichischen Vereine konnten an diesem Spieltag eine Niederlage abwenden und das Staatsfernsehen verzichtet auf die Euro-League-Übertragung. Ebenso dumm aus der Wäsche werden aber auch die Salzburger Anhänger, die darauf verzichteten das Spiel live zu verfolgen, geschaut haben. Vor Allem wenn man bedenkt, dass Erstreihen-Sitzern wie mir die Möglichkeit geboten wurde, mit der gesamten Mannschaft abzuklatschen.

Artikel stammt vom: 3. Oktober 2009

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