Offener Brief an den ‚Herminator‘ – das WÜRDE ich (freilich ist dies nur ein fiktiver Brief) dem Hermann schreiben. Anlass bietet seine Pressekonferenz und der damit verbundene Rücktritt – http://www.laola1.at/392+M5e9a032b5d5.html

-> Lieber Hermann!

Du weißt, ich war nie ein großer Fan deiner Person. Weder des sportlichen Hermanns noch des menschlichen. Viel zu verbissen erschien mir deine Einstellung, viel zu nahe lag der Verdacht des Mitwirkens verbotener Substanzen, viel zu lange hast du deinen Rücktritt hinausgezögert. Ich konnte mich nie denen anschließen, die dich fast für heilig sprachen, dich für undopbar hielten, die von was-weiß-ich-woher zu den Rennen reisten, nur um dich zu erleben.

Trotz allem habe ich stehts deine ehrliche und offene Art gegenüber der Öffentlichkeit geschätzt. Nicht zu schweigen von der Kraft die du aufbringen musstest um deine bittersten Stunden, Tage, Wochen und Monate zu überstehen, jene nach dem Motorrad-Unfall sind natürlich gemeint. Sagenhaft wie du nach dem Horror-Sturz von Nagano, Stunden später Gold geholt hast und nicht weniger spitze war es auch als du wie aus dem Nichts vor nicht allzu langer Zeit nochmal die legendäre ‚Streif‘ gewonnen hast.

Lieber Hermann, es ist für uns kaum feststellbar ob du je gedopt warst oder nicht, es ist prinzipiell zwar wahrscheinlich aber eigentlich auch scheiß egal. Was bleibt ist ein charakterstarker Mensch, ein ehrenwerter Sportsmann und in jeden Fall der beste Skifahrer aller Zeiten.

Viel Glück für deinen weiteren Lebensweg wünscht Dominik Seitlhuber <-

Artikel stammt vom: 13. Oktober 2009 – 15:10 Uhr

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