Blog-Eintrag nach dem Elftrunden-Kracher zwischen der Wiener Austria und den Salzburger Bullen

Die lange Siegesserie der Bullen ist beendet. In einem flotten Spiel unterliegt die Stevens-Elf auswärts gegen engagierte aber keinesfalls unschlagbare Wiener mit 1:0.

Dass das Spitzen-Spiel der 11. Runde im Zeichen „Gegen Rassismus“ stand, dürfte Gustafsson – obwohl er eigentlich selbst in die zu schützende Kategorie fällt – wohl nicht bemerkt haben, verhinderte er doch einen neuerlichen Treffer von Diabang gegen Salzburg. Auch dem ausländischen Svento wurde Unrecht getan. Janko überlässt dem Flügelspieler nach eleganter Ballmitnahme die Kugel, dieser schießt und trifft. Der Schiedsrichter mag bei Jankos Ballberührung aber ein Abseits erkannt haben – Fehlentscheidung. Über das Schicksal darf die Stevens-Elf zwar ein bisserl heulen, aber mit einem flüchtigen Blick ins Lazarett der Austrianer würde ihnen wahrscheinlich auch die Lust dran vergehen. Immerhin wurde die Verletztenliste mit dem gestrigen Spieltag um einen weiteren prominenten Namen bereichert. Torhüter Safar war der Glückliche.

Obwohl sich am Tag gegen Rassismus ganze 13 Ausländer, 4 bei den Hausherren – geschulte Mathematiker kennen den Rest, am Platz befanden, war es dann doch ein Österreicher, wenngleich freilich nur ein halberter, der das einzige Tor der Partie erzielte. Junuzovic schimpft er sich der gute Herr und kicken kann er auch halbwegs. Der Didi ist kein echter Fan, die Violas schon noch mehr, ich seit der 20. Minute nicht wirklich. Da nämlich war er nach Acimovic-Corner aus etwas mehr als 10 Metern zur Stelle und leitete die zweite Saisonniederlage der Salzburger ein.

Die Stevens-Truppe, so mancher ‚Gloryhunter‘ wird sie schön langsam wieder hassen lernen, wehrt sich in der Folge gegen den Rückstand und kommt unter anderem durch Janko oder Svento zu guten Torchancen. In zwei Szenen lag ein Tor in der Luft bzw. ein Ball im Tor: Die Gültigkeit eines Tchoyi-Treffers wird zu Recht negiert. Das Zählen eines Svento-Tores zu Unrecht verneint. Zur Pause bringt die Schalke-Trainer-Legende für den leicht angeschlagenen Janko Alexander Zickler. Dieser kommt nach 13 Sekunden und einem Tchoyi Gusto-Stückerl zur Riesenchance. Seine erste Ball-Touchierung trifft jedoch nur Aluminium. Dann trifft RBS-Schreck Diabang im 16er auf Neo-Bulle Pokrivac. Schiedsrichter Drabek zeigt nach Foul vom Kroaten auf den Punkt. Salzburgs 10er wird mit Gelb-Rot bedacht, aber selbst vom RB-Kommentator – „Pokrivac wird uns nicht gerade fehlen.“ – nicht wirklich vermisst, der Elfer schmerzt aber freilich schon. Der gefoulte sollte zwar bekanntlich nicht schießen, tritt aber an… Kapitän Gustafsson hält!

Bis zum Schlusspfiff bleiben die Bullen einiges schuldig. Sind zwar nur noch zu Zehnt am Platz, aber Fußball zu spielen ist auch unter diesen Umständen nicht verboten. (Wär ja auch wirklich gemein, wenn schon!) Schlussendlich bleibt es beim verdienten Heimsieg der Austrianer.

Artikel stammt vom: 17. Oktober 2009 – 20:21 Uhr

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