Blog-Eintrag vor den Bundesliga-Krachern Rapid vs. Sturm Graz und Austria vs. RB Salzburg

Heute, Samstag, gastiert die Stevens-Elf aus Salzburg im Wiener Horr-Stadion. Morgen, Sonntag, sind die Grün-Weißen bei Sturm Graz gefordert. Teuer wird die Reise nicht werden, billige – aber auch teure – Tore sollten vermieden werden. Per Düsenjet – obwohl es für die Eurofighter aus Hütteldorf und Siezenheim eigentlich eine recht passende Ironie darstellen würde – wird wohl nicht geflogen, per Flieger könnte aber sein. Wahrscheinlicher ist in Zeiten wie diesen aber ein Bus, doch sicher keiner der ÖBB – das Verspätungsrisiko wäre ein zu großes! Sicher – Ich klopfe auf sprichwörtliches Holz – in Graz angekommen werden sich die einen dann gewissenhaft vorbereiten. Wenn die anderen an selben Ort chauffiert werden würden wäre das wahrlich subotimal, aber kein großes Maleur. Gewissenhafte Vorbereitung ist doch nach einem 2:0 gegen Villareal und dem 7:1-Torregen gegen Kärtnen ziemlich unnötig, möchte das ungeschulte Auge schon sagen, doch Huub sieht sich gezwungen einzuschreiten: „Das wird mit Sicherheit ein schwieriges Spiel!“, meint der Bullen-Coach. Dass die Austria auf Jun und Okotie verzichten muss, ist im eigentlich egal, immerhin stehe die Austria ja nicht umsonst so weit oben. Außerdem dürfte es der Viola trotzdem nicht an Knipser-Qualitäten mangeln, immerhin zeigt sich ‚Momo‘ Diabang ja gerade gegen Salzburg in besonders guter Torlaune. Trainer Daxbacher – und jetzt fängt es an kompliziert zu werden – hätte den Medien beinahe eine taktische Hintergrundinfo verraten, sah aber doch davon ab, immerhin hätte er ja sonst „gleich bei Huub Stevens anrufen und es ihm sagen“ können. Da der gebürtige Statzendorfer – erwähnenswert ist dies eigentlich nur, weil der Autor dieser Zeilen lediglich 5 Minuten von diesem bescheidenen Örtchen entfernt wohnt 😉 – aber kein wirklicher Freund sonderlich neumodischer Technologien ist, blieben die Drähte seiner Telefonleitung kühl. Krass gegensetzlich, „heiß“ ist gemeint, ist Stevens zufolge seine Mannschaft. Die Mehrfachbelastung spiele keine Rolle, Gegner sei immer der nächste und nicht etwa heute schon Levski.

Bei den Grün-Weißen, auf europäischer Bühne ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt mehr, stellte Pacult derweilen die „Ausländerfrage“ und meinte damit nicht etwa rechtsradikale Gedankengänge. Wahlwerbung gegen oder gar für die FPÖ wollte er eigentlich auch nicht wirklich machen und auch an eine Abschiebung von beispielsweise Steffen Hofmann zum HSV dürfte er wohl nicht einmal im Traum gedacht haben. Nein, vielmehr dachte er an den sogenannten ‚Österreicher-Topf‘ welcher eine gewisse Anzahl an Ausländer nicht erlaubt. Daher darf einer der fußballerischen Asylanten nicht mitkommen.

Meine Tipps: Rapid 2 Sturm 2; Austria 1 Salzburg 2

Artikel stammt vom: 17. Oktober 2009 – 17:41 Uhr

Advertisements