Blog-Eintrag vor Rapids haariger Auswärtspartie gegen Hapoel

„Wenn man einen Elfmeter und ein reguläres Tor nicht bekommt, ist es halt schwer in Graz zu gewinnen.“, bilanzierte der in Wien gebürtige Peter Pacult nach der missglückten Darbietung gegen Sturm Graz. Eigentlich hätte er ja „eine sehr engagierte Rapid-Mannschaft“ gesehen, doch es wäre unter obigen Umständen kaum mehr möglich gewesen. Mag sein, dass sich Manuel Weber zum Zeitpunkt des Abspiels auf Salihi knapp hinter dem Neo-Rapid-Angreifer befunden hat, doch weltbewegend war der Unterschied nicht wirklich. Trotzdem: Das strenge FIFA-Regelwerk verlangt auch bei Lappalien wie diese eine ist Genauigkeit, welche Schiri Schörgenhofer und seine Assistenten offensichtlich nicht besaßen. Das Chancenvernebeln der Grün-Weißen ist ein anderer Kaffee. Einer den Peter Pacult weder schlucken, noch näher erläutern wollte. Wirklich zu übersehen war es nicht – das Defizit Torchancen dazu zu gebrauchen wozu sie gebraucht werden sollten -, doch Schwarzmalen darf man auch nicht alles. Immerhin ist Rapid österreichischer Rekordmeister, Ausbildungsverein des legendären Hans Krankls und nebenbei auch Tabellenführer der Euro-League-Gruppenphase. Vermutlich liegt die oft gesuchte (aber sehr selten gefundene) Wahrheit aber auch weit dazwischen. Irgendwo zwischen Kaffee und Sudern im Kaffeesud. 😉

Irritieren sollte das die Hütteldorfer im Kampf um einen weiteren internationalen Achtungserfolg aber kaum. Auch der „Skandal“ -> http://www.oe24.at/news/sport/fussball/europacup/Skandal-Rapid-nicht-im-Free-TV-0559048.ece <- dürfte nicht wirklich belastend sein. Eine Adduktorenverletzung für Heikkinen ist es hingegen schon und somit irgendwie für die gesamte Rapid-Family. Diese ist bisher vom Verletzungspech verschont geblieben, Recht geschehen tut es dem sympathischen Finnen zwar nicht, aber gegenüber dem violetten Stadtrivalen ist es irgendwie auch ganz fair.

Zuzutrauen ist den Rapidlern auf jeden Fall ein Punkt – bis gar deren drei! Dazu müsste man die Chancen aber nutzen, (kämpfen tun sie eh immer recht brav, also ist eine Predigt diesen Punkt betreffend sinnlos – ebenso wie in Israel verlieren übrigens) die sich gegen den israelischen Meister fix bieten werden. Israel? Da war doch was!? Was es war fällt mir als Roter Bulle zwar gerade nicht ein, aber aus patriotischer Sicht hoffe ich, dass sich diese wahrlich dramatische Geschichte nicht wiederholen wird. Eine Bitte hätt ich aber dennoch an den Herren Pacult: Lassen Sie doch bitte die Fingern künftig von Kaffee, Sudern, einer Kombination der beiden, oder sonstigen Dingen.

Artikel stammt vom: 20. Oktober 2009 – 20:20 Uhr

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