Blog-Eintrag über Presseagenturen, Schönwetterfans und das Bangen um Marc Janko

Bevor am Donnerstag ein wahrlicher „Skandal“ – Europa-League ohne Rapid-Übertragung – seinen Lauf nehmen kann, wird Peter Pacult eine Aufstellung finden müssen. Selbes Schicksal wird auch Stevens nicht erspart bleiben. Freilich wird es den Bullen-Dompteur etwas schwerer fallen die „richtigen 11 Spieler“ zu finden, als dem Rapid-Coach, immerhin habe Salzburg ja mehr Spieler im Wettbüro sitzen als beispielsweise Austria Kärtnen im Kader hätte und dementsprechend einen wesentlich breiteren Kader. Die erste Entscheidung, die Huub Stevens im Vorfeld treffen musste, nämlich bereits vor Beginn der Gruppenphase, war jene zwischen Rene Aufhauser und Djordje Rakic. Wegen des wahrscheinlichen Fehlens von Marc Janko – auf welches weiter unten freilich eingegangen wird – könne Djorde Rakic „noch ein wichtiger Spieler“ werden. Leichtgefallen ist ihm die Entscheidung gegen Aufhauser nicht, etwas dagegen tun hätte er aber auch nicht können.

Die zuvor bereits kurz verbal touchierte Muskelverhärtung im Oberschenkel des Marc Jankos ist nicht wirklich ein Maleur, ob er Spielen kann, wisse Stevens aber selbst noch nicht. Beim heutigen Training war er wieder dabei, Spaß schien er zu haben, aber ganz rund lief beziehungsweise spielte es sich nicht. Ebenfalls wieder dabei war Pokrivac – bei ihm scheint ein Einsatz aber fast ausgeschlossen zu sein. Aber fix ist bekanntlich nix.

Da bisher weder von Fischen, noch von sonderlichem Gestank die Rede war, sehe ich mich nun nahezu gezwungen diesen Zustand zu ändern. Denn ein Titel ohne Blog dazu, wäre ja wie ein Blog ohne Titel, was wiederum nicht wirklich als super durchginge. Jedenfalls ist – Voraussetzung den folgenden Schmäh zu verstehen, ist die Kenntnis der Redewendung „Der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an!“ – mit dem sprichwörtlichen Fisch die österreichische Medienlandschaft gemeint, während für die Austria Presse Agentur freundlichst der Kopf reserviert ist. Freilich sind Rapid-Lobeshymnen und RBS-Bashing Resultate des Geschreibsels diverser Journalisten, aber wie sich heute herausstellte ist selbst die ’neutrale‘ APA kein Kind von Traurigkeit. Als Wahnsinn ginge die Aussage zwar nicht durch, Narrisch werden würde Edi Finger wohl auch nicht wirklich, aber zugegeben wird das RB-Mobbing langsam aber sicher fad. „20.000 werden bei entsprechend gutem Wetter in der Arena erwartet.“ goss die APA sprichtwörtliches Feuer in den Fankonflikt zwischen Rapid, der ’neuen Austria‘ und Red Bull Salzburg. Eiskalt bezichtigten sie das Salzburger Publikum der Straftat, die Eigenschaft eines sogenannten ‚Schönwetterpublikum‘ (das Phrasenschwein wird sich freuen) zu tragen. Freilich ist dies zwar teilweise zutreffend, aber grundsätzlich dreist gelogen.

Spielen müssen aber trotzdem die Bullen selbst, die Medien haben auf dem grünen Rasen wenig Mitspracherecht und daher ist das auch alles halb so wild. Wenn dann aber von Undingen, wie jenes -> http://redbulls.com/soccer/salzburg/de/forum.html?showtopic=20463&hl=+Fu%25C3%259Fballausflug+zum+Alptraum <- durchaus bezeichnet werden kann, zu lesen ist, dürfen sich die werten Herren an den Schreibgeräten nicht wundern.

Artikel stammt vom: 21. Oktober 2009 – 19:11 Uhr

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