Blog-Eintrag nach dem 1:0-Sieg der Salzburger gegen Levski Sofia

Gegen ZSKA Sofia haben sie nicht gewonnen. Das Sky-Insert war nicht wirklich korrekt, aber immerhin halbrichtig. Der Lokalrivale ist zwar auch keine schlechte Mannschaft, aber Levski – tatsächlicher Gegner der Bullen – ist doch ein bisserl stärker. Jedenfalls zeigte sich die Heimmannschaft erneut kämpferisch top, taktisch diszipliniert und effektiv. Obwohl Stevens „nicht ganz zufrieden“ ist, werden es die Bullen ob des relativ souveränen 1:0-Heimsieg schon sein. Durch einen ziemlich sehenswerten Treffer von Svento kurz vor dem Pausenpfiff geht das Schmähobjekt in Führung, eine Stunde später steht es als Sieger fest. Dazwischen ist Levski zwar bemüht, aber eigentlich recht torungefährlich. Feststehen können hätte der Sieg allerdings schon ein bisschen früher: Svento legte sich den Ball nach sehenswertem Schupfer von Pokrivac zu weit vor – servierte ihm dem Goalie. Dann setzt Tchoyi nach einem seiner, in diesem Spiel raren, Gusto-Stückerln Simon Cziommer ein. Der Deutsche überwindet den Torhüter, doch wegen einer tatsächlich vorhandenen Abseitsposition, wird dem Treffer die Gültigkeit verwährt. Dass man am Ende trotzdem als Sieger da stand, verdankte man bereits oben angesprochenen Tugenden und vor Allem dem Umstand, dass man sich steht’s der eigenen sowie der Stärken des Gegners bewusst war und für nahezu alle Fragen passende Antworten parat hatte.

Bewusst ist den Herren aber sicherlich nicht, dass sie durch ihre fast durchwegs guten Leistungen und Ergebnisse eine ganze Branche in den Abgrund hieven. Die weit verbreitete Berufsgruppe der RBS-Basher hat nämlich seit Amtsantritt von Huub Stevens deutlich weniger Arbeit als gewohnt. Zu Beginn der neuen Ära gab es nach Partien wie unter anderem jener gegen Maccabi Haifa durchaus noch kleine bis größere Aufträge, aber mittlerweile haben sie nicht mehr wirklich viel zu bestellen. Von kollektiver Arbeitslosigkeit kann man zwar (etwa mit Blick auf die Niederlage im Horr-Stadion) noch nicht sprechen, aber über Teilzeitbeschäftigung kommt man als RBS-Basher derzeit wohl kaum mehr hinaus.

Artikel stammt vom: 23. Oktober 2009 – 16:40 Uhr

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