Blog-Eintrag vor der zwölften Spielrunde der Tipp3-Bundesliga

Freilich ist der SV Mattersburg kein echter – und auch kein falscher – israelischer Verein. Die SV Ried ist zwar spielerisch den geschlagenen Bulgaren durchaus ähnlich, aber auch nicht wirklich das selbe. Der LASK ist nicht ganz so gut wie Bremen und Wiener Neustadt zum Glück nicht aus Athen. Nach den teils recht passablen Auftritten auf europäischer Bühne, haben sich die ‚Fantastic Four‘ nun wieder der heimischen Beschäftigungstherapie zuzuwenden.

Rapid Wien vs. SV Mattersburg
Rapid – von Tel Aviv unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt – kämpft gegen die ‚grünen Brüder‘ aus dem Burgenland. Familiäre Zurückhaltung ist nach einem 1:5 für die Hausherren nicht angebracht, für die grätschenden SVMler auch nicht. Peter Pacult zeigte sich interessiert, die Schmach bestmöglich zu verarbeiten. Außerdem zog der Rapid-Coach Rotation in Erwägung. Doch nicht etwa als Strafe oder Reaktion auf die Pleite in Israel, immerhin sei „Mattersburg vom Typ ganz anders als Hapoel“, sondern schlicht und ergreifend als Ausgleich auf die schädigende Doppelbelastung. Franz Lederer fasste sich kürzer, schwor seine Spieler auf das kompakte Stehen ein und fügte hinzu, natürlich Punkte aus dem Hanappi stehlen zu wollen.

MAGNA Wr. Neustadt vs. Sturm Graz
Fußball gepielt haben sie – zwar nur mittelprächtig, aber grundsätzlich in Ordnung. Trotzdem setzte es dank eines eingeschossen bekommenen Elfers eine bittere 0:1-Niederlage gegen Panathinaikos Athen. Laut Franco Foda, hätten die Gastgebenden die Möglichkeit „zuhause jeden Gegner schlagen“ zu können. Dennoch ließ er das nicht als Grund gelten erst gar nicht Anreisen, eine leichte Aufgabe wollte er die Partie aber auch nicht nennen.

Austria Wien vs. Linzer ASK
Die Wiener Austria verfügt derzeit über einen „Teamspirit, der Freude macht“, meint zumindest Trainer Daxbacher. Ob dieser immer reichen wird, die offensichtlichen Mängel an vorderster Front auszugleichen ist fraglich und somit nicht sicher. Fix ist allerdings, so der Ex-Lask-Coach weiter, dass das „kein Selbstläufer“ werde. Die blendend kombinierend Gäste dürfen erneut auf Tore hoffen. Bei der 4:5-Niederlage in den Anfängen der Saison hatten Mayrleb, Prager und der derzeit Torschützenlisten-Führende Roman Wallner ihre liebe Freude mit der konfusen Defensive der Violas. Dass es mit 4 erzielten Treffern doch eine Niederlage gab, setzte eine ebenso schwache Abwehrleistung der Linzer vorraus, welche in der Zwischenzeit nicht wirklich behoben wurde. Für reichlich Tore dürfte allerdings gesorgt sein.

Red Bull Salzburg vs. SV Ried
Gegen die Spielvereinigung aus Ried darf mit solchen nur beschränkt zu rechnen sein. Für den einen – „Die Null muss stehen!“ – hat die Defensive ebenso Priorität, wie für den anderen – „Oberste Wichtigkeit ist eine kompakte Defensivleistung!“. Der Eine ist Trainer von Lazio-, Villareal- und Sofia-Bezwinger Salzburg, der andere ’nur‘ Chef der SV Ried. Was verbindet ist der durchaus vorhandene Erfolg, bei Stevens freilich in größerer Ausprägung. Trotzdem werde die SV seine Mannschaft „hundert prozentig fordern“. Die kompakte Mannschaftsleistung wollte er unterstreichen, ebenso die mögliche Ähnlichkeit zum Spiel gegen Sofia. Wieder zur Verfügung stehen dürfte Marc Janko, dessen Zustand nach einer positiv verlaufenen Behandlung im deutschländischen München auskuriert sein sollte, fraglich ist hingegen der Einsatz von Mittelfeldmotor Leitgeb, der mit einer Oberschenkelblessur zu kämpfen hat.

Artikel stammt vom: 24. Oktober 2009 – 14:10 Uhr

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