Blog-Eintrag über Salzburgs 1:1-Remis gegen die SV Ried

Wenn Not auf Elend trifft…
„Die Salzburger kommen mir müde, träge und schlampig vor.“, war sich Torschütze Hadzic im Halbzeit-Interview sicher. Damit er sich als solcher bezeichnen durfte, musste der 20-Jährige aber treffen. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs war es soweit: Nach einer Drechsel-Lexa-Drechsel-Spielerei beim Corner-Fähnchen, fliegt der Ball auf das Köpfchen eines Salzburgers, welcher den Ball aber nicht wirklich fabelhaft klären kann und dem Rieder Youngster die Kugel vor die Füße bugsiert. Dieser lässt sich die Gelegenheit nicht entgehen und netzt mit einem platzierten Schuss zur komischen Rieder Führung ein. Als komisch werden es die 14.800 Salzburg-Fans zwar nicht empfunden haben, aber angesichts des Spielverlaufs war das 1:0 schon ein wenig belustigend.
Zwar waren die Bullen zuvor nicht wirklich durch brillantes Kombinationsspiel aufgefallen, aber sie spielten – im Gegensatz zu den Gästen – immerhin etwas das verdächtig wie Fußball aussah. Einen Grund zu Hadzic’s Halbzeitanalyse hat es aber gegeben – die Bullen schienen tatsächlich ausgelaugt. Nach dem Spiel musste das auch Huub Stevens zugeben – „In der ersten Halbzeit hat die Einstellung nicht gepasst!“.

Verdienter Ausgleichstreffer
Mit Beginn der zweiten Spielhälfte wurde es besser, das Gezeigte konnte auf beiden Seiten klar als Ball- und nicht als Kampfsport identifiziert werden. Bis zur 58. Minute bleibt es zwar eher fad, dafür wird’s dann aber umso brisanter. Erst scheitert die SV innerhalb eines Angriffs 3 mal am erneut überragenden Gustafsson, im Gegenzug Zickler an seinem fortgeschrittenen Alter, welches einen erfolgreichen Torabschluss verhinderte. Es folgen Salzburger Hochkaräter in ziemlich kurzen Zeitabständen, aber Svento und Kollegen gehen zu nachlässig damit um. So muss eine Halbchance herhalten, die Führung der Rieder zu egalisieren. Leitgeb war der Glückliche: Aus 25 Metern findet sein Freistoß keinen Abnehmer, aber in Gebauer auch nicht seinen Meister. So gleicht der amtierende Meister aus. Das Tor ähnelte Sventos Tor gegen Zagreb – aber das nur am Rande.
Nun drücken die Bullen auf die Führung. Aufhausers Weitschuss wird von Gebauer parriert, Zicklers Flugkopfball von der Linie weg gekickt. So bleibt es beim 1:1, welches Salzburger in der ersten Halbzeit der Müdigkeit und der falschen Einstellung und im zweiten Durchgang der schlechten Chancenverwertung zu verdanken hat. Tabellenführer ist nach deren 3:0-Sieg übrigens die Austria, Salzburg rangiert dahinter, die Wikinger vom Innkreis in der Tabellenmitte.

Artikel stammt vom: 26. Oktober 2009 – 11:20 Uhr

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