Blog-Eintrag über einen gewöhnungsbedürftigen ‚ÖSTERREICH‘-Artikel und eine Startruppe in der Krise

Russegger schickt Stevens auf das andere Ufer
Beim 1:1 am Wochenende hat sich Red Bull Salzburg nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert, das sollte klar sein. Stevens war es das, er fand die richtigen Worte, prangerte zurecht die schlechte Einstellung der Bullen an. Die ‚ÖSTERREICH‘ wollte in ihrer Printausgabe vom 27. Oktober aber natürlich vorgeführte und verhöhnte Salzburger gesehen haben, die nur durch Zufall einer Mega-Blamage entronnen seien. Suspekt wird einem der Artikel bereits wenn man sich den ersten Absatz auf der Zunge zergehen lässt, welcher meint Stevens nagle seine Spieler nach der 1:1-Niederlage. Somit attestiert der Autor – Herr Russegger – Huub Stevens eigentlich homosexuelles Verhalten, was diesen allerdings nicht wirklich beunruhigte und folglich nicht von einem sporadischen Scherz abhielt. Sein Späßchen – „Konsequenzen? Ich streiche meinen Spielern Essen und Trinken!“ – wurde allerdings nicht als solches wahrgenommen, sondern als ernst gemeinte Aussage interpretiert.

In seiner ersten Reaktion drohte Stevens nach dem ganz schwachen 1:1 gegen Ried sogar: „Ich streiche meinen Spielern Essen und Trinken.“

Selbst Starteams haben Krisen
Dass es „sehr ärgerlich“ sei die Tabellenführung abzugeben hat Stevens gedacht, gesagt und gemeint, ebenso dass die erste Halbzeit holländischer Käse war. Es hätte bei den Salzburgern an der Einstellung gemangelt, stellten Ried-Torschütze Hadzic und Stevens berechtigt fest. Davon vorgeführt zu werden waren die Siezenheimer aber soweit entfernt, wie etwa die Kärntner Austria von der Tabellenspitze.

Der Ausgleich von Leitgeb fiel dann eher zufällig.

war sich Autor Christian Russegger weiters sicher. Sieht man von etlichen 100%igen Chancen ab, die Salzburg zwischenzeitlich vergeben hatte, muss man dem fleißigen Schreiberling wohl Recht geben. Hätte Leitgebs Freistoß nicht die Fangarme des Herrn Gebauers überwunden, hätte es wohl eine „Mega-Blamage“ gegeben. Damit wären die Roten Bullen wohl endgültig in die Krise gestürzt. Immerhin setzte es nach den zwischenzeitlichen €-Cup-Erfolgen gegen internationale Nullerln wie Villareal, Lazio Rom und zuletzt – diesmal wahrlich kein Hochkaräter – gegen Levski Sofia eine Niederlage gegen einen selbst für österreichische Verhältnisse sehr unterdurchschnittlichen Verein. Gegen eine offensiv ausgerichtete Mannschaft wie Ried keine 3 Tore zu schießen ist übrigens eine absolute Frechheit – Defensiv-Apostel Stevens, Janko & Konsorten sollten sich schämen. 😉

Artikel stammt vom: 27. Oktober 2009 – 13:10 Uhr

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