Blog-Eintrag vor der 13. Runde der Tipp3-Bundesliga, Vorschau auf die Spiele der beiden Wiener Klubs und des amtierenden Meisters Salzburg

Keine Debatte für den einen…
Ein Profi müsse 3 Spiele pro Woche kicken können, meint Salzburg-Trainer Huub Stevens. „Ohne Wenn und Aber“, fügte er zur Verdeutlichung eine typisch deutsche Redewendung hinzu. Rotation werde er nicht wirklich versuchen zu praktizieren, es müsste triftige Gründe dafür geben. Davon die Meisterschaft bereits jetzt aufzugeben, hielt der Niederländer eigentlich nix, es seien ja immerhin „noch so viele Spiele zu spielen“. Von einem möglichen Titelgewinn wagt LASK-Coach Hamann erst gar nicht zu träumen, sollte er auch nicht – die Enttäuschung beim durchaus möglichen Versagen könnte eine zu große sein. Punkte sind zwar gegen garantiert wütende Bullen auch nicht sicher, aber wenigstens ein bisserl realistischer. Trotzdem trat der Offensiv-Fanatiker etwas auf die fiktive Euphoriebremse. Da der LASK ja erwartungsgerecht nur noch auf Rang 7 liege – „Da wo wir hingehören.“ – wären Punkte gegen den amtierenden Champion „sowieso nur Zusatzpunkte“.

… und keine Ruhe für den anderen Niederländer
Er wäre nicht Trainer des „Sport Klub Schinkels“, hatte der sympathische Kärnten-Trainer derweilen andere Sorgen. „Auch nicht SK Canori“, legte Schinkels auch noch einen Seitenhieb auf den Präsident seines Arbeitgebers hin. Zugetragen hat sich das Ganze bei ‚Talk und Tore‘, was allerdings nicht wirklich interessant ist. Heutiger Gegner des SKK ist jedenfalls Rapid, daran kann niemand was ändern. Nicht einmal Steffen Hofmann – selbst wenn er möchte. Aber sich einen anderen Gegner als Austria Kärnten zu wünschen ist unwahrscheinlich, obwohl die Kärntner sich durch die Zugänge von Hiden, Troyansky und Blanchard durchaus gefestigt hätten. Spazieren gehen („Das wird sicher kein Spaziergang!“) wollte Steffen Hofmann auch nicht, dazu fehle die Zeit.
Dass Gartler ein liaber Buar ist, kann man mit Blick auf Eskapaden mit Ex-Rapid-Ersatz-Goalie nicht behaupten, dass sein erstes Tor gegen Mattersburg ziemlich geil war, allerdings schon. Mit 24 Jahren dürfte er trotzdem zu routiniert für Didis U20-Team sein. Auch bei Rapid darf er nicht wirklich auf weitere Einsätze hoffen, seinen vorgestrigen Stammplatz wird der ex-gesperrte Nikica Jelavic einnehmen. Die Chancen für Rapid stehen nicht zuletzt deswegen gut, „Wir reden uns zumindest ein, dass wir gewinnen können“, bringt Schinkels die Situation auf den Punkt.

Die angehende Königin?
‚Plötzlich Prinzessin‘ ist freilich der Titel eines zugegeben sehr kitschigen Film. Prinzessin der Tipp3-Bundesliga ist – und das wirklich recht unvermutet – die Wiener Austria. So recht glauben wollte es nicht einmal der Daxbacher Karl, aber er musste – das Remis der Salzburger war schuld. Die Komischheit der so großen Feldüberlegenheit seines Teams gegen den werten Ex-Klub bereitet noch immer Kopfzerbrechen. Nachlässigkeiten wären aber gerade jetzt verboten, lebe die Austria doch von der guten Einstellung. An selbiger mangelt es beim steirischen Konkurrenten nicht. Kapfenberg-Coach Gregoritsch trägt Sorge dafür. „Ich will immer mit der besten Elf spielen“, ließ Daxbacher mit ungewohntem aufhorchen. Eine solche kann sein Kollege nicht aufbieten. Mit dem gesperrten Fukal fehle beim KSV „der einzige Unersetzbare“. Drinnen sei laut Gregoritsch viel bis alles, ob der David den Goliath steinigen könne, wollte er aber nicht garantieren.

Artikel stammt vom: 27. Oktober 2009 – 16:08 Uhr

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