Blog-Eintrag vor dem Bundesliga-Spiel Red Bull Salzburg gegen den SV Mattersburg

Schmähobjekte unter sich
Über die einen wird gerne gescherzt, die anderen werden hin und wieder mit einer Lokalspezialität verglichen. Erstere, der SVM ist gemeint, würden ihre Fernseher mit Pfeffer präparieren um ein schärferes Bild zu erlangen, letztere, folgerichtig die Salzburger, seien herzlos und stattdessen auf Kommerz bedacht. Beides ist nicht wirklich lieb, beleidigt sind Lederer beziehungsweise Stevens deswegen nicht. Letztgenannter wäre es allerdings – dann aber freilich auf die eigene Mannschaft -, sollte man den SV Mattersburg nicht punktelos heimschicken. Dass man die Finger nicht vom Mann lassen sollte, forderte hingegen Trainer Lederer, obwohl er seine Mannschaft dabei keinesfalls zu Perversitäten anstiften wollte. Und auch der Wunsch nach Manndeckung hatte keine tieferen Verfänglichkeiten. 😉

Geteiltes Leid, ist halbes Leid! (?)
Zuletzt zeigten sich beide Teams nicht von ihrer besten Seite. Lazio, Villareal und Sofia hätten höher bezwungen werden müssen, die Austria, welche Salzburg in die Knie zwang, ist nun wirklich ein leichter Gegner und gegen eine Offensivmannschaft wie Ried sie ist, nicht gleich 3 mal zu treffen, ist auch unter jeder Kritik. Schwer zu leugnen sind – und diesmal ohne Ironie – aber die 7 Punkte, die Salzburg alleine in den letzten drei Runden liegen hat lassen.
Trösten dürfte es Huub zwar nicht, aber beim kontrahierenden SVM ist die Stimmung nach der 0:2-Niederlage auch nicht brillant. Wenngleich ein Siebenter Tabellenrang für Burgenländer auch das höchste der Gefühle sein sollte. Immerhin handelt es sich um ein Schmähobjekt. Selbiges darf sich auch Didi Mateschitz‘ Verein nennen, jedoch mit wesentlich mehr Erfolg. Ein zweiter Platz genügt nicht, aufgeben dürfe man zwar nicht, bitter wäre es laut Stevens aber trotzdem. Tabellenführer der Europa-League-Gruppenphase zu sein ist zwar prinzipiell ganz nett, aber für die kommende Partie unwesentlich. ‚Torminator‘ Janko dürfte sich das Ableben von Gustav Kral nun endgültig aus seinem blond überdeckten Köpfchen geschlagen haben und bereit sein wieder zu treffen. Nicht dazu fähig könnten Schiemer, Leitgeb und Afolabi sein – Laut Stevens wären sie „Fragezeichen“.

Die Mattersburger sind bekannt für extrem ausgeprägte Härte. Zuletzt wurden die Herren Naumoski und Atan vorzeitig des Feldes subtrahiert und stehen somit nicht zur Verfügung. „Sicher kein Nachteil“, gibt Stevens zu, unterschätzen wolle er die Gäste aber auch nicht. Lederer meldete sich derweilen auch leise zu Wort: „Die haben eine hundertprozentig taktisch disziplinierte Leistung erbracht und damit vorgezeigt, dass man auch als Underdog dort etwas erreichen kann“ , sprach er lobend über die oberösterreichische Spielvereinigung, wollte natürlich aber eher die Schlagbarkeit der roten Bullen ausdrücken.

Es wird persönlich…
Nach den zuletzt schlappen Auftritten, sollte Stevens der geistigen Müdigkeit entgegenwirken und zu einer deutlich veränderten Aufstellung greifen. Als Verfechter der kontrollierten, aber feinen Offensive und Fan talentierter Junger, würde mir folgende Aufstellung gelegen kommen:

Gustafsson
++Schwegler++Augustinussen++Sekagya++Svento++
PokrivacIlsanker
++Kröpfl++Cziommer++Vladavic++
Janko

Die „Fragezeichen“ könnten durch Augustinussen, Ilsanker bzw. Cziommer ersetzt werden. Der körperlich müde wirkende Svento könnte in der Viererkette relaxen, Vladavic bekäme Spielpraxis und das Experiment Kröpfl würde ich einfach wagen. Wie würde Constantini sagen: „Wenn’s schief geht, nehm ich’s auf meine Kappe. Der Kröpfl is einfach a liaber Buar und spielt ziemlich geil Fußball!“ 😉

Artikel stammt vom: 30. Oktober 2009 – 20:39 Uhr

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