Blog-Eintrag über Weltklasse, keine Weltklasse und Weltklasseanlagen

Das kollektive ÖFB-Team tanzt aus der Weltklasse-Reihe
„Janko hat Anlagen eines Weltklassespielers.“, stellte Constantini unlängst fest. Als so mancher anwesender grün-weißer Journalist schon das Naserl rümpfte, merkte der Teamchef, und diesmal bedeutend energischer, an:  „Das ist Fakt.“
Fakt ist auch, dass der morgen im Happel-Stadion gastierende Gegner Spanien ist und heißt. In den letzten paar Spielen kassierten die Spanier satte 4 Niederlagen, „paar“ muss jedoch als „43“ übersetzt werden. Spekulationen über eine Krise der Iberer sind daher hinfällig. Im Gegenteil: „Die Spanier sind halt Weltklasse“, wollte Constantini verstanden wissen, „und wir nicht“.
Die Ausgangslage ist daher eine klare, der Favorit ein anderer. Experimente oder eine Abwehrschlacht hat der zuletzt nicht selten kritisierte Teamchef trotzdem nicht vorgesehen. Für erstere hätte man gegen einen Gegner wie Spanien einfach keine Zeit, letztere könnte fatal enden, da man „einen Fehler in der Abwehr nicht mehr ausbügeln“ könne.

Die „g’rade Linie“ des Verbiegers
Unterdessen meldete sich Italien-Legionär Garics zu Wort und gab so manche Trainer-Kritik von sich. „Kein Problem, er ist 24 und mündig.“, zeigte sich Didi davon unbeeindruckt. Tage zuvor wählte der zurückgetretene Martin Stranzl ebenfalls den Weg über die Öffentlichkeit, damals war Constantini nicht wirklich angetan und auch ein kleines bisschen „irritiert“.
Trotzdem stellt Constantini fest: „Meine Linie ist g’rade und glaube ich richtig“.

Mit der bisher geleisteten Arbeit ist der Tiroler ohnehin durchaus zufrieden, zumindest wären die Jungen „um nix schlechter als die, die vor ihnen gespielt haben“. Einer der Jungen ist Daniel Beichler, neuerdings mit dem ‚Bruno‘ für den ‚Aufsteiger des Jahres‘ geschmückt, einer der vor ihm gespielt hat Andreas Ivanschitz. Eines verbindet die beiden jedoch, ein Stammplatz ist keinem der beiden Herren gewiss. Ivanschitz garantiert nicht, Vorraussetzung für einen wäre mindestens ein Platz im Kader, Beichler in diesem konkreten Fall auch eher nicht. Spielen könnte Helge Payer, welcher von der Garics-Dragovic-Scharner-Fuchs-Abwehrreihe beim Tore verhindern unterstützt werden sollte. Gesetzt dürfte im defensiven Mittelfeld Yasin Pehlivan sein, das Salzburger Pendant könnte Christoph Leitgeb sein. Offensivschwung könnten die Grazer Hölzl und Jantscher sorgen und die Sturmreihe dürfte mit Janko und Wallner eine gefällige Besetzung finden. So spekuliert zumindest die ÖSTERREICH und sie könnte Recht behalten. Constantini: „So falsch liegt die ÖSTERREICH mit ihrer Einschätzung gar nicht“.

Überraschende Einigkeit
Brisant: In meinem Blog vom 10. November habe ich bereits genau diese Aufstellung vorgeschlagen. Link: https://dseitlhuber.wordpress.com/2009/11/10/die-gefahr-des-torungefahrlich-seins/

Gegenüberstellung
Meine Wunschaufstellung, 10. November, Blog-Eintrag „Die Gefahr des Torungefährlich Seins“:

__Payer__
__Garics__Scharner__Dragovic__Fuchs__
__Pehlivan__Leitgeb__
Jantscher_____________________Hölzl___
__Wallner_________
_________Janko___

ÖSTERREICHS Aufstellungstipp (von Constantini als „Nicht so falsch“ eingestuft), 17. November, Printausgabe

___Wallner_Janko___
_Jantscher_Pehlivan_Leitgeb_Hölzl_
Fuchs___Scharner__Dragovic___Garics
_______Payer_______

Artikel stammt vom: 17. November 2009 – 16:57 Uhr

Advertisements