Blog-Eintrag über den Sportdirektor, den Trainer und den Menschen Fränkie Schinkels

Der Mensch
Dass Schinkels nett Sprüche reißen kann ist bekannt. „Die Salzburger haben mehr Spieler im Wettbüro sitzen, als wir im Kader haben“ oder „Meine Jungs waren heute so harmlos, wie meine Großmutter im Schlafzimmer“ sind nur einige seiner zahlreichen Durchhalteparolen. Ja, mit Schinkels auf der Kärnten-Bank wurde gelacht. Zwar wollte man den Eindruck nicht loswerden, dass es sich zumeist um Galgenhumor handelte, doch das war der Unterhaltung nicht hinderlich. Der Mensch Fränkie Schinkels ist also in Ordnung.

Der Trainer
Trotzdem rangiert der SK Austria Kärnten aber unter eben diesem Trainer bereits acht Punkte hinter dem Tabellenvorletzten Kapfenberg. Aus diesem Umstand waren Schlüsse zu ziehen. Präsident Canori wollte diesen nicht in die Wege leiten, er klammerte sich bis zuletzt an die Arbeit die Schinkels leistet. ‚SKY‘ wollte bereits vor dem gestrigen Spiel von einer vorstandsinternen Abstimmung gegen Herrn Schinkels erfahren haben – Canori: „Die gab’s nicht!“
Die Abstimmung dürfte also fiktiv und erdacht gewesen sein. Durchaus reel war jedoch die Zusammenfindung nach der bitteren 0:3-Schlappe gegen Mattersburg. Ob der smarte Holländer hätte weiter werkeln dürfen, ist ungewiss. Gewiss hingegen ist sein freiwilliger und sofortiger Rücktritt.

Der Grund
Gegenüber dem ‚ORF‘ betonte Schinkels, er hätte die Lage verkannt sich unmögliches zugemutet. Etwa wäre die zusätzliche Funktion des Sportdirektors eine unmögliche gewesen, da es im Prinzip nicht gehen kann, „den Spielern als Sportdirektor den Gehaltscheck zu kürzen und sie 3 Tage später als Trainer wieder zu motivieren“. Der Ex-Austria-Coach wirkte über seinen Abschied zwar wehmütig, aber doch gefasst, immerhin hatte er die Entscheidung selbst gefasst.

Der Maßstab
Freilich war das Manndecker-System, welches Schinkels zu spielen pflegte streitbar, freilich spielten manchmal weder die Besten noch die Richtigen, doch letztendlich wird der einzige Gradmesser für Schinkels Arbeit sein Nachfolger sein.
Dieser dürfte übrigens bald präsentiert werden, hoch gehandelt wird Altach-Absteiger Georg Zellhofer. Ob das Omen ein Gutes wäre? Das steht in den Sternen.

Artikel stammt vom: 22. November 2009 – 19:55 Uhr

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