Blog-Eintrag nach den Samstags-Partien und vor dem Wiener Derby

Schandhafte Blackies lassen Federn
Als „Schande“ wollte Daniel Beichler die Leistung gegen die SV Ried verstanden wissen. Sein zukünftiger Arbeitgeber könne seiner Leistung zufolge „nur ein Unterligist“ sein. Der recht unsanften Behandlung mit sich und seinen Mannschaftskollegen, war eine grausliche Leistung gegen die Rieder vorhergegangen. Freilich ist Ried keine schlechte oder einfach zu schlagende Mannschaft, doch Ligaspitze sind sie noch lange nicht. So sah das auch der betreuende Paul Gludovatz, der sich bei Fodas Aussage, Ried wäre durchaus Kandidat für die Top4, zu mehreren Schmunzlern hinreisen ließ. Vor der Saison nannte er seine Mannschaft gar noch als Abstiegskandidat. Die Wahrheit liegt vermutlich in der Mitte.

Der nicht meisterliche Meister
Als nicht unvorteilhaft dürfte der Meister die Darbietung von Sturm empfunden haben, zumal der Meister nun bereits 4 Verlustpunkte vor den Steirern liegt. Stevens: „Wir schauen aber nur auf uns“. Selbiges gilt auch für das heutige Wiener Derby, anschauen wird sich der Salzburg-Coach das Spiel aber trotzdem – „Dafür habe ich einen Fernseher!“
Das 291. Hauptstädterduell wird also angesehen, zuvor hatte er jedoch noch die Leistung seiner Eigenen penibel zu beachten. Dort sah er zwar Gutes – Leitgeb fand per Freistoß das Aluminium -, aber auch Schlechtes – Janko fand nach Tchoyi Flanke aus zwei Metern Wolf. Chancen waren also jedenfalls sicher gestellt, obwohl das Salzburger Spiel generell keinen besonders prickelnden Eindruck vermittelte. Trotzdem war der Meister dominant, ließ die Kapfenberger im ersten Durchgang zu keiner einzigen echten Torchance kommen.

Der zweite Durchgang brachte Nebel und Tore. Zwar mussten die Gäste bis zur 70. Minute warten, doch das Warten sollte sich lohnen: Ulmer wagt einen Vorstoß, Svento ein freiwilliges ‚Gurkerl‘, Leitgeb eine Körpertäuschung, einen Sprint und einen platzierten Torabschluss – 1:0.
In der Folge präsentieren sich die Salzburger ungewohnt defensivschwach. Die munteren Kapfenberger finden Torchance um Torchance vor, die beste vergibt der sträflich allein gelassene Fukal.
Der Gregoritsch-Truppe wollte kein Treffer gelingen, Schuld hatte der Schiedsrichter, so der Kapfenberg-Trainer zumindest nach dem Spiel.  Vermutlich war er auch am 2:0 Schuld. Der eingewechselte Zickler passiert die Kapfenberger Hintermannschaft, flankt auf den ebenso neu gekommenen Barry Opdam, welcher Torjägerqualitäten beweist und – wenn auch glücklich – genau unter die Querlatte einschießt. Es blieb beim verdienten Bullen-Sieg, aber der Glanz war beim 2:0-Sieg spärlich gesät.

„Das wichtigste Match“
Nun liegt es an Grün-Weiß die Austria daheim zu bezwingen, doch 3 Punkte kämen auch den Favoritnern gelegen. Für Pacult steigt heute zweifelsohne „das wichtigste Match“ und auch Daxbacher konnte die Wichtigkeit der Paarung nicht leugnen. Dass Fränkie Schinkels inzwischen den Hut draufgehaut hat, beseelte die beiden übrigens herzlich wenig.
Jedenfalls wird Rapid heute in Überzahl antreten – Nein, nicht der Schiedsrichter ist gemeint, sondern das berüchtigte Heim-Publikum von Hütteldorf. Wer die 291. Auflage für sich entscheiden wird, konnte keiner der Trainer sagen, beide zeigten sich zuversichtlich, doch die schmerzliche Wahrheit wird einer der beiden wohl erst am Platz präsentiert bekommen.

Artikel stammt vom: 22. November 2009 – 13:27 Uhr

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