Blog-Eintrag über einen 2:0-Sieg der Hansestadt gegen den österreichischen Hauptstadt-Klub

6 Männer sahen wenig, 11 Burschen spielten schlecht
Es durfte gefeiert werden. Angedacht war, dass sich das Motto vom grandiosen Hinspiel-Erfolg im Hanappi wiederhole, draus geworden ist nachweislich recht wenig. Wurde der HSV vor Monaten noch mit drei Toren Vorsprung gebogen, mussten sich die Hütteldorfer den Norddeutschen im Rückspiel torlos geschlagen geben.
Das Spiel erweckte zwar durchaus den Eindruck, aus österreichischer Sicht ein gutes zu werden, wurde es aber nicht. Die Grün-Weißen erwischten den besseren Start, bereits im Alter von 3 Minuten wurde der Partie die erste Torchance aufgedrückt. Den oft zitierten Stempel hätte ihr nur wenige Minuten später Steffen Hofmann auferlegen können, das Schiedsrichter-Sextett wollte aber ein Abseits gesehen haben. Die Richtigkeit durfte sofort angezweifelt werden, nach eifriger Beobachtung der Fernsehbilder, konnte man der Schiedsrichterentscheidung später die Schneid abkaufen und sie als falsch dastehen lassen. 6 Männer hatten also mal wieder nicht gereicht. Bei Rapid waren über 90 Minuten hinweg deren 11 am werkeln, Treffer wollte keiner gelingen. Das Bemühen danach war freilich vorhanden: Beispielsweise wählte ein Heikkinen-Schuss nach gut einer Stunde erfolgreich die Querlatte als Ziel.

Und immer, immer wieder…
Außerdem versuchte sich auch Jelavic am Tore schießen. Einmal war er durchaus knapp dran, ein forsches Einschreiten von Rost verhinderte Besseres. Elfer hätte Pacult gerne einen gesehen, die Rapid-Fans fühlen sich abermals betrogen, man rufe sich nur die Benachteiligung gegen Red Bull Salzburg in Erinnerung.
Jedenfalls kann es die mitgereiste, wie auch die daheim gebliebene, Anhängerschaft drehen und wenden wie es ihnen gerade beliebt – Ein Torverhältnis von 1:10 aus den letzten drei Europa-League-Partien spricht eindeutig gegen Reife für das internationale Pflaster.

Artikel stammt vom: 3. Dezember 2009 – 17:00 Uhr

Advertisements