Blog-Eintrag über einen Fußball, der mehr als ein solcher ist

Warum ein Fußball alleine nicht genügt
Beim Fußball laufen 22 Spieler je einem Ball nach – So will es zumindest das gemeine Vorurteil wissen. Freilich steckt hinter dem lieben Sprücherl ein Funken Wahrheit, ganz so einfach ist der Rassenballsport aber auch nicht erklärt. Hinter der Fassade verbergen sich taktische Kunstwerke. Wie man das gut macht, beweisen tagtäglich mehrere künstlerisch begabte Fußballtrainer, einige (wenngleich natürlich recht wenige) davon werkeln gar in Österreich. Der Fußball ist sich außerdem für nichts zu schade – Für fast nichts, müsste es heißen: Einen Sieg der Färöer in Frankreich wollte er nicht zulassen, das „wäre Pervers gewesen“. Auch goldige Tore sind keine Seltenheit, es fallen einem beispielsweise die zwei Tore der Red Devils gegen die Münchner Bayern in den Schlussminuten des Champions-League-Finale ein. Leider fallen auch unrühmliche Spiele in die Kategorie Fußball. Die Hände Gottes von Diego Maradona und Tierry Henry sind da gute, aber nicht ultimative, Beispiele.
Ebenfalls nicht löblich war das Verhalten der violetten Anhängerschaft im Spiel gegen Athletico Bilbao. „Wir sind keine Faschisten“, wurde frech getiltet. Eingehalten hat man das Versprechen nicht, als Rüge für den Platzsturm könnte eine Stadionsperre drohen. Das wäre gerecht, aber gleichsam schade.

Österreichische Meilensteine könnten umgedreht werden
Wühlt man sich durch die ältere Fußballergeschichte fällt einem in der österreichischen Region auf Anhieb Ernst Happel ein. Mit Constantini hütet ein geschätzter Happel, aber gefühlter Krankl derzeit die Trainerbank des österreichischen Nationalteams. Die Erfolge die bisher errungen wurden, waren kaum geschichtsträchtig, aber passabel. Anderswo kann Geschichte geschrieben werden. Nach den inernationalen Rufzeichen einer alten Sturm-Mannschaft, der Champions-League-Quali des Rekordmeisters und dem UEFA-Cup-Höhenflug der Nicht-Faschisten, hat Salzburg die Möglichkeit die Geschichte der legendären ’94er-Elf zu wiederholen. Dazu müsste aber noch das Finale erreicht werden. Janko: „Wunder war das noch keines!“

Artikel stammt vom: 4. Dezember 2009 – 19:01 Uhr

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