Steffen Hofmann kann seines eignen Glückes Schmied sein. Spanien und Italien locken das Hirn von Hütteldorf. Ob er verlängert, weiß er noch nicht, zu lange Zeit lassen will er sich aber nicht.

Unentschieden wird nichts ausgeschlossen
Steffen Hofmann ist als Herz und Hirn seines Arbeitgebers verschrien. Die anderen Grün-Weißen mögen ihm nicht böse sein, aber es ist nunmal einmal so.
Seit Februar 2006 ist er Besitztum des Rekordmeisters. Von da an war Hofmann quasi wie neu geboren, sein unrühmliches Gastspiel durfte er vergessen.

Heute, zwei Tage nachdem Edlinger klarmachte bis Mitte Februar Klarheit haben zu wollen, ist sich Hofmann immer noch nicht sicher. Macht aber nichts, es ist noch nicht Mitte Februar. Überstürzen will Herr Hofmann aber ohnehin nichts, Eile will ja bekanntlich Weile haben.
„Es kann sein, dass alles noch vor dem Frühjahrsstart entschieden ist. Das wäre für mich angenehmer und auch für Rapid, weil man sich dann um Alternativen umschauen könnte, sollte ich gehen.“, meinte er außerdem.

Würde Hofmann tatsächlich den Weg ins Land des Europameisters, eventuell nach Mallorca, zu gehen wünschen, könnte man nichts machen. Der Vertrag des Deutschen ist mit Sommer Bestandteil 110-Jähriger Geschichte, zu eine Verlängerung kann man ihn wohl kaum zwingen.
Behilflich sein, könnte Geld. Das Gehalt von Hofmann wird derzeit auf 900.000€ geschätzt, das demnächst schuldenfreie Rapid dürfte es sich leisten können, der „Causa Prima“ noch etwas oben drauf zu schlagen.
Viel mehr würde Hofmann in Spanien oder Italien [auch im Land des Weltmeisters gibt es vereinzelt Gerüchte um ihn, Anm.] eher nicht verdienen, eigentlich ist ihm das Geld aber nicht das wichtigste – die sportliche Perspektive ist es, die zählt.

Nirgends kann man, sofern man zufällig Profi-Fußballer ist, derzeit besser wirken, als in Spanien. Freilich, Mallorca hat anderes zu bieten, als fußballerisches Ballett, aber passablen Unterschlupf könnte Hofmann am Rande des Ballermans schon finden.

Ivanschitz, Hoffer und Maierhofer singen ein Lied
Auch Salzburg äußerte Interesse, Hofmann dürfte aber kurz von Ex-Kollegen Andi Ivanschitz geträumt haben und entschloss sich, den Bullen-Verein auszuschließen. Auch am Mittelmeer hat man Spielmacher gern. Man frage nur einen Hoffer oder einen Maierhofer, die beiden sind keine Spielmacher, daher hat man sie auch nicht gern. Trotz allen Spekulationen dürfte der RCD Mallorca wohl die einzig denkbare Option für Steffen Hofmann bleiben.

Und er bleibt doch
Es muss jedoch nicht gesagt sein, dass das Hirn vor hat, künftig nicht mehr in Österreich zu wirken. Ein Verbleib bei Rapid Wien erscheint realistisch, in Hütteldorf ist er quasi ein Fußballgott. Ob und wann entschieden wird, weiß Hofmann noch nicht, wir daher auch nicht.
Es darf gespannt gewartet werden, ob sich der Fußballgott erneut Rapid annimmt.

Artikel stammt vom: 15. Jänner 2010 – 20:25 Uhr

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