Die erste Ausgabe der Spielerportraits verknüpft Roland Linz‘ Wechsel zur Wiener Austria mit dessen sportlichen sowie menschlichen Qualitäten und seinem bisherigen Karriereverlauf.

Spielerportrait

Roland Linz

Roland Linz
Aktuell: FK Austria Wien
Ex: Grashoppers Zürich, u.a. FK Austria Wien
Auf der Welt seit: 09.09.1981
Größe: 185cm
Beruf: Stürmer
Marktwert (laut TM.at): € 1.500.000,-

Karriere
Roland Linz‘ Karriere hat in Leoben, beim hierzu ansässigen DSV, begonnen, sich als solche bezeichnen zu dürfen. Nicht, dass Linz in Kindesschuhen noch nicht Fußball gespielt hätte, das tat er sogar gut, im Ausland, das sagt nicht alles aber viel. Sein jugendliches Gastspiel beim TSV 1860 München beendete er 2000, als er sich seinem ursprünglichen Stammverein DSV Leoben widmen wollte. Dort schoss er begeistert und begeisternd Tore, noch heute tut er dies gerne. Mittlerweile, und das soll nicht bedeuten er wäre kein Wandervogel gewesen, bei der Wiener Austria. Die nächste Station waren nämlich eben diese Favoritner. Liest man heute in den Zeitungen, Linz spiele auch jetzt dort, könnte man meinen, er wäre stets eine treue Seele gewesen. Dem war aber nicht so, erst musste erst weggehen und lernen, bevor er zurückkehren durfte. Nachdem er bei den Veilchen zum Polster avancierte, mehr stehen als laufen durfte, aber dazu verpflichtet war Tore zu schießen, kam ein Loch und er zur Admira, leihweise. Nach Ablauf der Leihe war er wieder Veilchen, nicht lange aber, wie sich herausstellen sollte. Jahrs darauf kehrte er dem Verteilerkreis nämlich den Rücken und dem OGC Nizza seine Schokoladenseite zu.
Bei Nizza lief vieles falsch für Linz, freilich nicht alles, aber eben viel. Die damalig vereinbarte Leihe mit Kaufoption wollte Nizza nicht verlängern, Linz war wieder violett. Die Austria trieb das Spielen mit der Leihe weiter, ein Jahr lang gab man ihm Zeit, bei Sturm zu stürmen. Als er wieder violetten Boden betrat, durfte er erst noch ein paar Mal treffen, dann aber trennte man sich endgültig, so dachte man damals, von Roland Linz.
Es folgten mäßige Gastspiele bei Boavista Porto, Sporting Braga, Grashoppers Zürich und zuletzt in der Türkei. Bei Gaziantespor wurde er gegangen, nun war er zu haben, nun ist er wieder Veilchen.

Spielstil
Roland Linz hatte seit jeher Steherqualitäten, vergleichbar beispielsweise mit einem Toni Polster. Diese schätzten Teamchefs sonderbarerweise mehr, Trainer erklärterweise weniger. So kam es, dass Roland Linz nie wirklich sesshaft wurde, sein Wohnzimmer war weder Nizza, noch Zürich. Trotzdem galt Linz lange als Österreichs bester, Stürmer versteht sich. 45 Tore in 125 Bundesliga-Spielen sind auch eine beachtliche Quote, die dies untermauern. Mit 1,85 Metern Körpergröße zählt Linz zu den moderat gewachsenen, er ist keine Stoßspitze, kann köpfeln, aber nicht unbedingt gut. Bei der Austria probiert er womöglich seinen Spielstil fortzusetzen, Daxbacher scheint nichts gegen Polster und Polsters zu haben, Schumacher darf auch oft stehen. Vermutlich wird Roland Linz direkt vor Jun und relativ neben Rubin Okotie argieren – Ein Sturmduo welches Tore verspricht.

Artikel stammt vom: 1. Februar 2010 – 10:46 Uhr

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