Peter-Michael Reichel gibt Matthias Hamann den Laufpass, der LASK ist nunmehr trainer-, Hamann arbeitslos

Reichel hatte einen Plan, Hamann nie vor zu gehen
Zur Neige der Herbstsaison noch, hatte LASK-Präsident Reichel verlautbart, mit Hamann Großes vorzuhaben, Hamann führte Gleiches im Schilde, nur umgekehrt. Mit Offensivfußball und Engagement war das Ziel, den LASK bald zum Meisterschaftsanwärter zu machen. Noch vor Beginn der Transferzeit, nur wenige Wochen nach der Einigkeit, wurde Hamann seines Sportdirektor-Amts beraubt. Polster sollte folgen, folgte anderorts. Der Posten blieb frei, der Präsident höchstpersönlich hatte einzurücken. Polster durfte assistierend mitreden.

Dies mochte Hamann nicht, der Offensiv-Fanatiker zeigte sich irritiert. Als vor wenigen Tagen Wallner abgeben und bis zum Ablauf der Transferperiode nicht ersetzt wurde, meldete er sich wieder. Angeprangert wurde natürlich das unnötige Verschwinden seines Top-Torjägers und das unnötige Erscheinen von Rene Aufhauser. Er habe dem Präsidenten schon im Sommer erzählt, er möchte Aufhauser nicht, zweifle heute aber natürlich dessen Qualitäten nicht an. Es wurde an Stellen gebastelt, die Hamann für ohnehin gut besetzt empfand, stattdessen hätte er sich beispielsweise einen neuen Offensivmann anstatt Wallner gewunschen. „Wir haben nur einen Stürmer von Qualität, nicht auszudenken, wenn Mayrleb was passiert“, merkte er durchaus schlüssig an. Beleidigt hätte ihn außerdem, dass Reichel lieber „Alleinherrscher“ spiele, anstatt sich mit ihm abzustimmen.

Raute, die nicht mehr gewünscht wird
Sportlich hatte Hamann immerhin für teilweise Positives gesorgt. Man präsentierte sich als Torfabrik der Liga, hatte aber ebenso Tore zu verschenken. Trotzem zeigte sich der Linzer Anhang angetan von Hamann, man wolle den Weg gehen, auch wenn die Ergebnisse zusehends schlechter wurden.  Die Raute von Hamann schien zu funktionieren, profitiert hatte vor Allem Wallner, der ging.
Spätabends wurde bekannt dass ihm sein Trainer folgte. Nicht nach Salzburg, aber weg vom LASK. Reichel, und das war tief, schoss folgendermaßen:

Mit Bedauern möchten wir festhalten, dass ein Cheftrainer die Qualität der eigenen Spieler öffentlich infrage stellt und nach sieben Monaten noch immer nicht die Möglichkeiten des österreichischen Fußballs und des LASK erkannt hat und sich zu vereinsschädigenden Äußerungen hinreißen lässt.

Hamann weg, Reichel krank
Hamann ist längste Zeit LASK-Trainer gewesen.
Reichel ist übrigens krank, ihn plagt eine Grippe.

Artikel stammt vom: 3. Februar 2010 – 21:06 Uhr

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