Mit Mario Reiter und ohne Andi Ivanschitz will Constantini gegen die Dänen bestehen. Per Telefon brachte der Teamchef Ivanschitz die Nichtberücksichtigung bei. Constantini habe es dem Ausgebooteten freundlichst versucht zu erklären, dieser befand das Gespräch als „gut“. Weiters: Jimmy weg, Pogerl da

Zwei Teamspieler für Stronach
Zugegeben: Man kann Constantini nicht die Schuld daran geben, dass ein Mario Reiter keinen Namen hat. Das hat bestenfalls der Besprochene selbst zu verantworten, und wenn, dann nur minimalst. Fußballer werden schließlich geboren, bessere wie schlechtere. Es liegt aber dann am Teamchef selbst, zu entscheiden welche denn die besten, meinetwegen auch die richtigsten Spieler eines Landes sind. Ob er die immer findet beziehungsweise heute gefunden hat? Geschmackssache.
Ansicht hin, Ansicht her, der Teamneuling Reiter spielt bei MAGNA jedenfalls den defensiven Mann im Mittelfeld, im Nationalteam gibt es pro Spiel deren zwei in der Startelf. Mit Pehlivan und Baumgartlinger hat Constantini eigentlich bereits Junge gefunden die bereits öfters als zweimal für ihren Verein mit dem Hintern gewackelt haben. Da Yasin Pehlivan gegen Spanien allerdings unfreiwillig rot sah und infolgedessen für ein Freundschaftsspiel gesperrt wurde, wird Reiter wohl für dessen Position gedacht sein.
Talent hat Mario Reiter, er würde wohl nicht bei MAGNA spielen, hätte er es nicht. Die Einberufung des 23-Jährigen ist somit auch nicht wirklich utopisch, beweist aber einmal mehr dass man für einen Platz im Nationalteam aktuell nur ein paar Mal die Hüften schwingen lassen muss.
Mit von der Partie ist des Weiteren auch Reiters Teamkamerad, Patrick Wolf, der zuletzt ein Tor für seinen Arbeitgeber vorgelegt hat. MAGNA Wiener Neustadt ist momentan Siebenter in einer Liga, die frei nach Constantini „halt nicht die Qualität hat“.

Ivanschitz nicht in Planung, Kapitän offen
Ein anderer, ein Ivanschitz, ist vermutlich böse. Böse, weil sich die deutsche Liga hinterfragen muss. „Betrifft mich nur indirekt“, tangiere ihn daher nur unwesentlich, meinte er zwar, so recht glauben will man das aber nicht. Lenkt man das Spiel eines deutschen Erstligisten, bekommt man wohl nur ungern einen Patrick Wolf vorgezogen. Constantini bleibt dabei: Die deutsche Spielklasse Nummer 1 hätte sich zu hinterfragen. Neu: Es sei „nichts gegen den Andi persönlich“, wessen Leistungen er im Übrigen weiterhin sehr schätze. Jedenfalls, und das habe nicht im Geringsten mit der deutschen Liga zu tun, möchte Constantini Ivanschitz auch gegen Dänemark nicht im Kader sehen. Seine Linie bezüglich Ivanschitz will der Teamchef auch so rasch nicht überdenken: „Da müsste schon viel passieren.“ Wieso? Die Jungen hätten was gerissen, er plane folgedessen weiter mit dem einen und auch dem anderen Spieler.

Nicht mit allen, aber mit manchen. Die Soll-Seite hat beispielsweise einen David Alaba („Kein Wunderwuzzi, aber ein lieber Buar.“) zu bieten, während im Haben wohl Hoffer, Maierhofer und Garics die Prominentesten sind. Irgendwann reiche es ihm, in puncto Garics, mit dem „Zusammenklauben“ und überhaupt. Mit ‚Garics‘ meint er György Garics, ‚Zusammenklauben‘ meint Hoffer und Maierhofer – zu deutsch das Einbeordern untätiger Spieler. ‚Überhaupt‘ könnte sich zum Beispiel um Ausreden für eine Nichtnominierung von Ekrem Dag drehen, zwecks Ruhe ist dieser einberufen.

Wieder im Kreis der Erwählten befindet sich weiters auch der deklarierte Teamkapitän Emanuel Pogatetz, der erst vor 3 Tagen wieder begonnen hat mit Middlesbrough die zweite englische Liga unsicher zu machen. Pogerl, von Constantini bei dessen Amtsantritt zum Captain gekrönt, war zuvor lange verletzt gewesen. Ob er tatsächlich als Spielführer wirken werde, ließ der Teamchef offen. Eines ist aber gewiss: „Scharner wird es nicht sein.“

Außenverteidiger in, Constantini planlos
Außenverteidiger findet Constantini neuerdings übrigens auch wieder geil. Seine Idee, gegen jeden mit 4 Innenverteidigern zu spielen, ist vorläufig vom Tisch: „War kein Plan, nur eine Möglichkeit.“

Artikel stammt vom: 24. Februar 2010 – 15:23 Uhr

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