Seit geraumer Zeit präsentiert uns Laola1.at, unterstützt vom Datenbank-Institut Impire, zu jedem Spieltag eine adäquate Statistik. Von nun an wird der dseitlhuber – sportblog diese nackten Zahlen bekleiden und hinterfragen – der 28. Spieltag

RB Salzburg gg SV Mattersburg

Die Impire-Datenbank weist sage und schreibe 107 Ballkontakte für Salzburg-Rechtsverteidiger Christian Schwegler aus – ein Wert, der normalerweise für Hofmanns reserviert ist. Linkspendant Ulmer bekam hingegen nur 60 Mal einen Ball aus nächster Nähe zu sehen. Woran’s liegt? Am Raum. Bis zum Rückstand standen die Mattersburger nämlich tief wie waschechte Kapfenberger. So tief, dass sich für Ulmers Vordermann Svento – bekanntlich als Linksfuß, aber nicht als Flankengott geboren – keine Räume zum hineinsprinten ergaben und Angriffsbemühungen über seine Seite folgedessen recht sinnlos waren. Mit dem Spielstand änderte sich dann aber auch die bespielte Seite der Bullen: Über Links wurde vorgestoßen bis zum geht nicht mehr und auch die eine oder andere gefährliche Aktion in Gang gebracht.
Ein Muster, das praktisch bei jedem Spiel der Salzburger gegen einen defensiv orientierten Gegner zu bewundern ist.

Sturm Graz gg KSV Superfund

Komisch… Sturm scheint weit vorsichtiger in Mann-gegen-Mann-Duelle zu gehen als der Gegner, weist aber meist die bessere Zweikampfbilanz auf. So auch gegen Kapfenberg, als man mal wieder kaum Fouls (15 an der Zahl) beging und dennoch knappe 55% der Zweikämpfe für sich entschied. Gut geschult muss das steirische Gemüse demnach sein, diesbezüglich auch ohne übermäßige Härte gut aus zu steigen. Wer glaubt, die Zweikampfstärke liegt nur an den Jantschers und Beichlers im Angriff, irrt gewaltig. Zweikampfstärkster Grazer: Manuel Weber, ein defensiver Mittelfeldspieler.

Rapid Wien gg Austria Kärnten

Soma ist ein Wunder. Kaum ein Spieler der österreichischen Bundesliga fabriziert mehr Querschläger oder ruft auch nur annähernd so viele Herzstillstände bei der eigenen Fangemeinde hervor wie der Norweger. Trotzdem ist Soma kein schlechter Verteidiger, bezüglich Stellungsspiel und Zweikampfstärke sogar definitiv Klassenbester. Sensationelle 92,8 Prozent seiner Duelle mit Kärntnern konnte er vorgestern für sich entscheiden.

SV Ried gg Linzer ASK

Unter Stevens noch Mauerblümchen gewesen, blüht Aufhauser in Linz zu alter Stärke auf. 72 Ballkontakte waren vorgestern Topwert seines Teams und auch optisch wirkte er wichtig, weil lenkend, für das Mittelfeld der Linzer. Ob er nun ein oder zwei Tore erzielt hat, ist im wurscht.

Wiener Neustadt gg Austria Wien

Zu diesem Spiel kennt Impire kein spannendes Faktum, weshalb ich in eigener Erinnerung kramen muss. Während des Spiels meinte der Kommentator (König oder Konrad, weiß nicht mehr), dass die Neustädter zwar ligaweit die meisten Konterangriffe starten, aus diesen allerdings nur 8 Tore erzielt haben. Tatsächlich sind rasche Gegenangriffe das liebste Mittel der Niederösterreich, wenngleich der Torerfolg zugegeben tatsächlich sehr selten einkehrt. Sollten es die MAGNAten schaffen, flotte Gegenzüge künftig häufiger in Zählbares zu verwandeln, steht dem fünften Endrang vermutlich nichts im Wege. Schöttel jedenfalls scheint der Aufgabe gewachsen zu sein.

Artikel stammt vom: 5. April 2010 – 19:05 Uhr

Hinweis:
Sämtliche Statistiken dieses Beitrages entstammen folgendem Laola1.at-Artikel:
http://www.laola1.at/429+M5bcb5157ad7.html

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