Anreihend an die Statistik-Analyse des 28. Spieltags, nehme ich in diesem Blog-Eintrag die Auffälligkeiten der 29. Runde unter die Lupe. Quelle ist wieder Laola1.at

SV Ried gg Rapid Wien

Im Auswärtsspiel gegen die SV Ried vertrat Christian Thonhofer Stefan Kulovits, der ursprünglich den angeschlagenen Dober ersetzen sollte, mangels Ausweichmöglichkeiten für Pehlivan oder Heikkinen aber selbst ins defensive Mittelfeld verschoben wurde. Thonhofer fiel durch 50 Ballkontakte, rüde Fouls, aber keinesfalls durch gelungene Offensivaktionen auf – in 68 Minuten kein Torschuss, keine Torschuss- geschweige denn eine Torvorlage.
Als sich Katzer in Minute 44 ausnahmsweise verletzte, kam mit Patocka ein gelernter Innenverteidiger und somit ein zweiter defensiver Außenverteidiger. Im Laufe des zweiten Durchgangs kam anstatt des akut rot-gefährdeten Thonhofers Jovanovic und mit ihm gar noch ein vierter Innenverteidiger. Rapids Auftritt erinnerte in der Folge an Constantinis Vision nach dem Spanien-Länderspiel.

Austria Kärnten gg RB Salzburg

Salzburg hatte in Kärnten eine schwere Geburt, wenngleich freilich einen verdienten Sieg gelandet. Präsentierte man sich in der ersten Halbzeit noch eines amtierenden und potenziell künftigen Meisters unwürdig, zog man mit der Führung doch noch das bei beruhigenden Spielständen lieb gewonnene Kurzpassspiel auf. Tragende Figuren sind in diesem die beiden 8er, Simon Cziommer und Christoph Leitgeb. Letzterer hat bei den Bullen erst kürzlich um weitere drei Jahre verlängert und präsentierte sich gegen Kärnten als Meister der Effizienz (wir reden von Leitgeb, Anm., !!!): Jeder sechste Ballkontakt seinerseits führte zu einem Torschuss seiner Mannschaft. Grund zur Beunruhigung besteht trotzdem nicht: Leitgeb gab zwar fünf Torschüsse ab, zeigte sich dabei aber gewohnt mittelprächtig.
Cziommer, deutsches Pendant Leitgebs, durfte sich unterdessen mit 97 Ballkontakten schmücken – Spitzenwert aller 22 Akteure.

Linzer ASK gg Wiener Neustadt

Lukas Kragl ist frech. Nicht nur, dass der 20-jährige LASK-Stürmer sehr gerne und gut vorbereitet, Kragl trifft auch wenn man ihn lässt – gezeigt am Wochenende gegen MAGNA Wr. Neustadt. Mut fehlt dem Jungspund auch nicht, ist er doch immer für Gelbe Karten oder Zweikämpfe (34 waren es allein im letzten Spiel) zu haben. Lediglich das Durchsetzungsvermögen fehlt ihm halt, oh Wunder, manchmal – gegen Angstgegner Ramsebner zog Kragl in 7/8 der Duelle den Kürzeren.
Auffallend ist auch die Harmonie zu Christian Mayrleb. Den Ausgleich legte der Alte dem Jungen auf, Minuten darauf wollte der Junge den Spieß umdrehen – Mayrleb nahm nicht an, verstolperte relativ alleinstehend.

SV Mattersburg gg SV Kapfenberg

Freilich, da sind sich Gregoritsch und Lederer einig, haben die Schiris den SVM bzw. den KSV regelrecht auf dem Kieker, pfeifen bei jeder kleinsten Berührung – selbst wenn diese mit dem eigenen Kollegen erfolgt. Trotzdem sagt es einiges aus, wenn ein Spiel 45 Fouls, 7 Gelbe- und eine Ampelkarte mit sich bringt. Herausragende Persönlichkeiten der Schlammschlacht waren einerseits Peter Chrappan (der 73,9% seiner Zweikämpfe gewann und diesen Bewerb somit anführt) und Srdjan Pavlov (bestritt 55 Mann-gegen-Manns und stahl diesbezüglich selbst dem wesentlich knackigeren Kragl die Show) bei Kapfenberg.

Austria Wien gg Sturm Graz

Schumacher war das Maß aller schlechten Dinge – von Linienrichter Zauner freilich abgesehen. Man meint, der Brasilianer wäre ein echter Brasilianer, allein die Fitness fehle ihm. Zum einen hat Thiago Schumacher mittlerweile eine ganze Daxbacher-Vorbereitung genossen, zum anderen ist er aber auch anderswo ziemlich mäßig unterwegs: In puncto gewonnener Zweikämpfe (22%), beim Mitspieler angekommener Zuspiele (50%) und berührter Bälle (15) war er jeweils der Schwächste.
Seinen besten Fußball (meilenweite Abseitstore zählen nicht als Leistung, Anm.) spielte auch Roland Linz nicht, immerhin fanden jedoch 21 seiner 23 Pässe ihr Ziel.

Hinweis:
Sämtliche Statistiken dieses Beitrages entstammen folgendem Laola1.at-Artikel:
http://www.laola1.at/429+M5ab6f080434.html

Artikel stammt vom: 13. April 2010 – 16:57 Uhr

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