Für all jene, die es noch nicht wussten: Der Autor dieser Zeilen ist Red Bull Salzburg-Fan, wünscht sich nichts sehnlicher als den Meistertitel für die Mozartstädter. Er glaubt auch an die Rapid-Bevorzugung, an parteiische Printmedien und wer weiß, woran sonst noch – ABER DAS TOR VON AFOLABI WURDE ZU RECHT ABERKANNT!
Wer dies bestreitet, möge im Regelbuch forschen.

Dort steht nämlich – für alle Mitgliederverbände der FIFA (und somit natürlich auch für Österreich) geltend – folgendes:

Ein Spieler wird dann für seine Abseitsstellung bestraft, wenn er nach Ansicht des Schiedsrichters zum Zeitpunkt, zu dem der Ball von einem Mitspieler berührt oder gespielt wird, aktiv am Spiel teilnimmt, indem er ins Spiel eingreift, einen Gegner beeinflusst oder aus seiner Position einen Vorteil zieht.

Noch Fragen? Hoffentlich nicht. Denn Tchoyi steht (wieso eigentlich?) erst im Abseits, geht zunächst ein paar Schritte Richtung Ball und springt schließlich sogar noch hoch – durch dieses Verhalten nimmt er aktiv am Spiel teil und beeinflusst zudem einen Gegner.
Das Tor war somit irregulär und nicht zu geben – Feichtinger lag richtig.

Ein SchiRi, der seine eigene Entscheidung nicht versteht…
Doch nun wird es bitter. Richtig bitter.
Zum Einen hat der Linienrichter sein Fähnchen bereits lange bevor Tchoyi auch nur irgendwas Verdächtiges tat, gehoben, zum Anderen sorgte Schiedsrichter Drabek im ORF-Interview nach dem Spiel für einen handfesten Skandal: Er ließ sich die strittige Szene dreimal vor Augen führen – und selbst danach war er sich nicht um die Gültigkeit des Treffers im Klaren.

… und ein Artikel, der den gesamten ORF repräsentiert
Weiters zeigte sich Christian Tragschitz (ORF.at) zum wiederholten Male – stellvertretend für den österreichischen Staatsfunk – als professioneller RB Salzburg-Basher. Tragschitz sprach den Salzburgern in einem seiner Artikel „Verfolgungswahn in einer neuen Dimension“ zu, lediglich, weil Dietmar Beiersdorfer im Rausche der Emotionen von einem „Wiener Schiedsrichter“ sprach. Keine Frage: Das Statement des Deutschen war keineswegs in Ordnung, der Linienrichter hat schließlich nachweislich richtig entschieden – aber man denke nur daran, wie beispielsweise Rapid-Anhänger in einer ähnlichen Situation reagiert hätten. Und das Traurigste: Der ORF hätte diesen puren Hass vermutlich unterstützt und sogar noch geschürt. In solchen Situationen wird am Küniglberg schlichtweg mit zweierlei Maß gemessen.

Nach heftigen Protesten in diversen Foren wurde die „Verfolgungswahn“-Phrase übrigens umgehend beseitigt und durch Milderes ersetzt.

Einen ausführlicheren Blog zum sonstigen Spielgeschehen wird es geben, sobald sich der Autor dieser Zeilen dazu imstande fühlt.

Artikel stammt vom: 10. Mai 2010 – 16:11 Uhr

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