[ANALYSE] Real vorbereitet und belohnt

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Real Madrid : FC Barcelona
1-1 (Messi 54. bzw C. Ronaldo 82.)

Nach der historischen 0:5-Niederlage im letzten Aufeinandertreffen mit Barcelona hatten Real – und vor allem José Mourinho, für den besagte Schmach die größte seiner bisherigen Trainerkarriere bedeutete – so einiges gutzumachen. Barca dagegen wusste, dass selbst ein Remis im zweiten Clasico der Saison endgültig den neuerlichen Titelgewinn sichern würde – und genau dieses fuhr man letztlich, wenn auch mit fast schon ungewohnter Mühe, auch ein.

Die Partie selbst war nicht annähernd so gut wie das letzte Match dieser beiden Teams, aus taktischer Hinsicht und mit Blick auf die kommenden drei Begegnungen aber umso interessanter. Nämlich bereitete Mourinho mit seiner Mannschaften den Katalanen Schwierigkeiten, wie diese sie seit der Niederlage im Emirates nicht mehr hatten. Zugleich zeigt sich dadurch auch, wie verwundbar Barca doch ist wenn man entsprechend intelligent gegen sie spielt.

“Intelligent” war bei den Madrilenen in erster Linie der Systemwechsel vom ursprünglichen 4-2-3-1- zu einem wesentlich massiveren 4-5-1-System – Özils Platz im Mittelfeld nahm Pepe ein, ansonsten blieb alles wie gehabt. Pepe ist zwar gelernter Innenverteidiger, kennt das zentrale Mittelfeld aber bereits aus Zeiten mit der portugiesischen Nationalmannschaft. Im Unterschied zu seinen dortigen Auftritten gab er für Real jedoch keineswegs den Abräumer vor der Viererkette sondern war äußerst aktiv am Pressing beteiligt. Auch von einer Manndeckung für Lionel Messi konnte keineswegs die Rede sein – weder Pepe noch ein anderer Real-Spieler kümmerte sich übermäßig um den Weltfußballer. Mit Sicherheit eine richtige Entscheidung von Mourinho, genügte es doch vollkommen Xavi, Iniesta und Dani Alves zu neutralisieren, womit Messi mehr oder weniger isoliert war und zeitweise extrem tief spielen musste.

Bei den Gästen ergab sich so über weite Strecken unfreiwillig eine Art Mittelfeld-Raute, mit Pedro und Villa, eigentlichen Flügelstürmern, davor. Wie man sich vorstellen und auch gut anhand der folgenden Graphik erkennen kann, fehlte Barca so einfach der Platz und natürlich auch eine echte Anspielstation in ihrem Angriffsdrittel.

die Starformationen (4-5-1 gg. 4-3-1-2)

die Starformationen (4-5-1 gg. 4-3-1-2)

Vor allem Xavi und Iniesta hatten große Schwierigkeiten, ihr gewohntes Netz an Pässen auszutauschen, was dem Spielfluss Barcas sichtlich schadete. Zeit und Raum ließ Real eigentlich nur Sergio Busquets, der so durchaus das Spiel dominieren hätte können; aus Mangel an Anspielstationen musste er jedoch meist den Kurzpass zu Xavi wählen.

Als Barcas effektivstes Offensivmittel stellten sich im Laufe der ersten Halbzeit lange Bälle auf Messi, Villa oder Pedro, unmittelbar hinter die Madrid-Abwehr, heraus. Mourinho wählte für sein Team abermals eine relativ hohe Verteidigungslinie, was einerseits den Raum zwischen Mittelfeld und Abwehr sehr gering hielt, allerdings auch Gefahr bot, von einem Tempowechsel der Katalanen überrascht zu werden – erst scheiterte Messi zwar noch mit einem Heber an Casillas, es sollten aber noch weitere Gelegenheiten aus solchen Situationen folgen…

Ein weiterer Grund für die fehlende Durchschlagskraft bei Barcelona war sicherlich auch der gebremste Offensivdrang von Rechtsverteidiger Alves; verursacht durch a) den unheimlich diszipliniert verteidigenden di Maria und b) die Unnotwendigkeit für Barcelona, in diesem Spiel volles Risiko einzugehen.

Bei Real hieß unterdessen die einzige Möglichkeit für Gefahr zu sorgen Cristiano Ronaldo: Der 26-Jährige Portugiese erwischte einen ausgesprochen guten Abend, spielte mannschaftsdienlich, konnte allein auf weiter Flur aber nur bedingt echte Torchancen herausspielen.

Alles in allem war die erste Spielhälfte deshalb eine eher enttäuschende, wobei das Tempo meist sehr hoch und die alternative Real-Formation bei Ballbesitz des Gegners durchaus interessant war:

alternative Real-Formation (derStandard.at/sport)

alternative Real-Formation (derStandard.at/sport)

Zu sehen war diese in der ersten Hälfte meist dann, wenn Ronaldo im Spielzug zuvor seine Position verlassen hatte.

Real vorbereitet…

Die zweite Spielhälfte begann Real ein wenig druckvoller und abermals mit einem in Topform befindlichen Cristiano Ronaldo, der mit einem Freistoß den er zuvor selbst herausgeholt hatte Aluminium traf.

Wenige Minuten später bereitet auf der anderen Seite ein an und für sich recht harmloser Pass von Pique Albiol derartig Schwierigkeiten, dass sich dieser gegen den wesentlich agileren David Villa nur mit einem Foulspiel zu helfen weiß. Den fälligen Strafstoß verwandelt Lionel Messi zur Führung für sein Team, zudem wurde Albiol (fälschlicherweise in meinen Augen, nie und nimmer hatte Villa den Ball unter Kontrolle) wegen Torraubes vom Platz gestellt.

Glücklicherweise hatte Mourinho, wie er bereits am Donnerstag der Presse mitteilte, seine Mannschaft das Spielen in Unterzahl trainieren lassen. Somit war man auf diese Ausnahmesituation den Umständen entsprechend gut vorbereitet. In weiterer Folge tauschte Mourinho nacheinander Özil für Benzema, Arbeloa für di Maria und Emanuel Adebayor anstelle des weitestgehend wirkungslosen Xavi Alonso, wobei die letzten beiden Wechsel jeweils in der 66. Spielminute von Statten gingen.

… und mit dem Ausgleich belohnt

Von da an spielte Real mit Sergio Ramos in der Innenverteidigung, Arbeloa rechts hinten, Pepe & Khedira praktisch allein gelassen im Mittelfeld und Ronaldo, Adebayor sowie Özil im Angriff. Real ging also reichlich Risiko ein. Risiko, dass gegen ein Barcelona in bester Verfassung sicherlich in weiteren Gegentreffern gemündet hätte, an diesem Abend jedoch ohne Folgen blieb.

Im Gegenteil, Torgelegenheiten hatte eigentlich nur noch Real, wovon eine ein Elfmeter war, den Cristiano Ronaldo zum Endstand von 1:1 nutzte.

Fazit

Einen Clasico, der verdientermaßen keinen Sieger hatte und der vor allem Lust auf die folgenden drei macht, durften wir mit ansehen. Wem mit dem Ausgang des Spiels mehr geholfen ist? Schwer zu sagen. In Sachen Meisterschaft ist diese mittlerweile klar zugunsten des FC Barcelona entschieden, auch ein Real-Sieg hätte daran wohl nichts geändert, also sind die Auswirkungen des Spiels hauptsächlich psychologische: Mourinho hat nun die Spieler und insbesondere die taktischen Mitteln, Barcelona Paroli zu bieten, in mindestens einem der drei kommenden Aufeinandertreffen ist also zwingend mit den Madrilenen zu rechnen.

Favorit bleibt dennoch die Mannschaft von Pep Guardiola, die zweifelsohne die beste der Gegenwart ist und in Topform nur von den allerwenigsten besiegt werden kann. Aber wem, wenn nicht einem Jose Mourinho/Cristiano Ronaldo sollte es gelingen auch dieses Team fertig zu machen…

Eine interessante Randnotiz übrigens noch zur Darbietung des ehemaligen Weltfußballers: Mit exakt 9 zurückgelegten Kilometern stellte er auch in dieser Hinsicht Lionel Messi (7,9 km) deutlich in den Schatten. Ein weiteres Anzeichen dafür, wie viel mannschaftsdienlicher er in seiner Zeit unter dem ‘Special One’ geworden ist.

[ANALYSE] Wenger nimmt Risiko und gewinnt

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Arsenal FC : FC Barcelona
2-1 (van Persie 77., Arshavin 83. bzw. Villa 26.)

Welch ein Spiel im Emirates Stadium, das da der Arsenal Football Club mit ein wenig Glück aber letztlich nicht unverdient gewonnen hat. Das Kräftemessen zweier außergewöhnlich spielstarker Mannschaften brachte das erwartete Spitzenspiel und durch den knappen Endstand viel Spannung fürs Rückspiel. Lange Zeit sah Barcelona wie der sichere Sieger aus, doch Arsenals Mut ließ am Ende die Nordlondoner jubeln…

programmgemäße Startformationen

Beide Teams begannen rein personell genau so, wie man sich das im Vorfeld erwartet hatte. Emmanuel Eboue ersetzte bei Arsenal den gesperrten Sagna, Samir Nasri kehrte nach überstandener Sprunggelenksverletzung in die Mannschaft zurück.
Bei Barcelona fehlte Kapitän Puyol verletzungsbedingt. Manch einer mutmaßte deshalb im Vorfeld, dass Guardiola Busquets zurückziehen und Mascherano in die Mannschaft bringen würde, Busquets blieb jedoch einziger 6er und Abidal spielte zu Piques Linken in der Innenverteidigung.

die Startformationen (4-4-1-1 gg 4-3-3)

die Startformationen (4-4-1-1 gg 4-3-3)

Auch die taktische Anordnung beider Mannschaften glich jener aus den vorherigen Spielen, bei Arsenal vielleicht mit dem Unterschied dass Nasri und Walcott diesmal etwas defensiver spielten, sodass sich eine weitere Viererkette vor der Abwehr ergab. Die Katalanen spielten der Papierform nach mit drei echten Stürmern, nur konnte man Messi an diesem Abend eigentlich gar keinen solchen nennen, so weit zurückfallen hat er sich teilweise lassen. Es war also das Duell eines 4-2-3-1/4-4-1-1 gegen ein 4-3-3 mit einem Lionel Messi als “falsche 9” – der Papierform nach heißt das: Überzahl für Barca im Mittelfeld, dafür möglicherweise viel Raum für Arsenals Flügelspieler; und so kam es dann eigentlich auch.

mutige Gunners

In den ersten drei Spielminuten ließ Barcelona gleich anklingen, worauf sich Arsenal gefasst zu machen hatte – endlose Ballstafetten, gern auch ausschließlich in der eigenen Hälfte, aber insofern effektiv als der Gegner den Ball nicht hat und so selbst für keine Gefahr sorgen kann. Nachdem sie 180 Sekunden lang kaum einen Ballkontakt hatten, fanden die Gunners jedoch immer mehr zu ihrem Spiel und hätten nach Fabregas-Vorlage schon in Minute 6 durch Robin van Persie in Führung gehen können. Die nächsten Minuten gehörten dann auch hauptsächlich den Gastgebern, die zu Beginn weitaus intensiveres Pressing als in den meisten Ligaspielen und so Barcelona nicht wirklich zu deren Spiel finden haben lassen.

Mit der Zeit sah sich Arsenal allerdings immer weiter zurückgedrängt, was schlichtweg an der enormen Ballsicherheit des Gegners lag.

Song als Unsicherheitsfaktor

In dieser Phase erwies sich der sonst so souveräne Alexandre Song als dem Tempo der Katalanen einfach nicht gewachsen. Bereits nach wenigen Minuten sah er für ein taktisches Foul an Messi (ob in einem CL-Achtelfinale das erste Vergehen gleich eine Karte zufolge haben sollte, lass ich hier mal dahingestellt…) die gelbe und musste somit vorsichtig in seinen Tacklings sein. Als dann noch ein paar Fouls und so auch mehrere ausdrückliche Ermahnungen des Schiedsrichters folgten, konnte Song endgültig nichtmehr ohne Bedenken in normale Zweikämpfe gehen, vor allem weil Spieler wie Busquets jede Gelegenheit nutzten eine Gelb-Rote zu provozieren.

Nachdem zuvor Weltfußballer Messi eine 100%ige Torchance ausgelassen hatte, folgte Minuten später durch David Villa der Führungstreffer für die Gäste. Neben Gael Clichy – der Franzose hob das Abseits auf – war hier auch Song mitverantwortlich für das Gegentor: Eben weil er schon am Rande eines Platzverweises wandelte musste er Messi im Mittelfeld ziehen lassen, wodurch dieser relativ unbedrängt auf die Arsenal’sche Viererkette zulaufen und in der Folge den Pass zum Tor spielen konnte.

Walcott weitesgehend harmlos, Wilshere nicht

Nun waren die Gunners unter Zugzwang, denn eine Heimniederlage käme gegen einen solchen Gegner praktisch dem Ausscheiden gleich. Als Arsenals gefährlichster Mann war im Vorhinein Theo Walcott eingestuft worden, der blieb jedoch bis auf eine gute Szene zu Beginn recht farblos und auch Fabregas und van Persie konnten zu Beginn nicht sonderlich für Akzente sorgen. Es musste also der 19(-!)-Jährige Jack Wilshere einspringen und den Londonern wieder auf die Beine helfen. Der Teenager machte eine wirklich gute Partie – unerreicht seine Ruhe in der eigenen Hälfte, extrem ausgereift seine Technik, offensichtlich seine enorme Spielintelligenz und unheimlich gefährlich die Tempo-Dribblings, von denen eines zu einer großen Torchance führte.

Von dieser abgesehen war für die Heimmanschaft aber wenig zu holen, den Ball hatte praktisch nurnoch Barcelona und die Art und Weise wie sie ihn spielend zirkulieren ließen erinnerte ein wenig an die Demütigung vom letzten Jahr. Gut dass sich Arsenal mental auf die Überlegenheit des Gegners eingestellt hatte, wie Wenger später erklärte, denn es gab durchaus schon Mannschaften die in solchen Phasen die Neven weggeschmissen haben…

Arsenals Comeback

Aus der Kabine kamen die Gunners wie ausgewechselt, ohne dass sich personell auch nur irgendetwas getan hätte. Es war vielmehr die deutlich offensivere Ausrichtung, die Arsenal wieder ins Spiel finden ließ und Barcelona von übermäßiger Ballkontrolle abhielt. Zwar schauten zunächst hauptsächlich Halbchancen dabei heraus, doch die waren genug um die Spieler wieder Glauben an sich und die Zuseher Vertrauen in die Spieler finden zu lassen.

Nach 68 Minuten nahmen dann beide Trainer Wechsel vor: Guardiola brachte Keita für den Torschützen Villa, Arsene Wenger Arshavin anstelle von Alex Song. Bei Barca ging nun Iniesta in die Spitze, bei den Gunners Nasri an die Seite von Wilshere. Zur Folge hatte das natürlich, dass Barcelona ohne Iniesta nicht länger die Ballzirkulation aus Hälfte Eins aufrechten erhalten konnte, während Nasri den Spielaufbau der Gunners aus dem Zentrum heraus noch mehr belebte. Ein wenig später kam dann auch noch Nicklas Bendtner für Theodor James Walcott, ein Wechsel der sich auszahlen sollte, war es doch der Däne der Valdes beim herausragenden Ausgleichstreffer durch van Persie entscheidend irritierte.

Das Emirates war nun außer sich und Arsenal psychologisch klar im Vorteil. Worin das ganze letztendlich mündete ist bekannt, einen bilderbuchartigen Konter schließt Andrej Arshavin in Minute 83 zur Führung für sein Team ab. Barcelona, sichtlich geschockt, versuchte noch alles auszugleichen, von einer großen Gelegenheit in der Nachspielzeit abgesehen – Szczesny vereitelte sie mit tollem Stellungsspiel – war es das jedoch gewesen. So durften also die Gunners und ihr Anhang feiern, wobei man sich natürlich darüber im Klaren ist wie schwer es sein wird im Nou Camp zu bestehen.

Fazit

Ein hervorragendes Spiel in vielerlei Hinsicht haben wir erleben dürfen, insbesondere auch eines dass die Fähigkeiten der jeweiligen Teams sehr gut repräsentiert: Das Passspiel der Katalanen ist unerreicht und unnachahmlich, mit technisch ebenso feinem aber wesentlich direkterem Angriffsfußball versuchte Arsenal da dagegen zu halten und hatte letzten Endes Erfolg damit. Die erfolgreiche Aufholjagd verdankt man einerseits dem konditionellen Vorteil gegen Ende (man siehe nur, wie Alves beim 2:1 seinen Sprint frühzeitig abbrechen muss, Anm.) und zum anderen den gelungenen Wechseln von Arsene Wenger. Während Pep Guardiola mit seinem Tausch seiner Mannschaft mehr geschadet hat, gingen Wengers mutige Umstellungen auf. Der erfolgreiche Coach, nach dem Spiel darauf angesprochen, sagt folgendes:

I took a gamble. But I had to do it, we needed two goals. I’m very proud because everybody urged us to play differently to our nature.

Mal sehen, ob sich Arsenals Spielweise auch in Spanien bewährt oder ob nicht doch ein parkender Bus (= extrem tiefes Verteidigen, kaum eigene Offensivbemühungen, Inter Mailand eben), wie etwa der Hercules-Coach meint, die einzige Möglichkeit ist sich langfristig mit dem unbestritten besten Team der Welt messen zu können…

[ANALYSE] Ancelotti beharrt auf Mittelfeld-Raute und verliert

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Chelsea FC : Liverpool FC
0-1 (Meireles, 69.)

In einem mäßig unterhaltsamen Spitzenspiel schlug gestern Liverpool Chelsea an deren Stamford Bridge. Aus rein taktischer Sicht war es eine durchaus interessante Partie, spielten doch beide Teams mit innovativen Spielsystemen. Während Kenny Dalglish und seine Mannschaft nun Kurs auf die internationalen Startplätze nehmen, verabschiedet sich Chelsea erstmal wieder aus dem Titelrennen.

ungewöhnliche Startformationen auf beiden Seiten

die Startformationen (4-3-1-2 vs 3-5-1-1)

die Startformationen (4-3-1-2 vs 3-5-1-1)

Chelsea begann erwartungsgemäß mit Neuverplichtung Torres neben Drogba und Nicolas Anelka wie schon gegen Sunderland unmittelbar dahinter. An der Seite von John Terry verteidigte neuerlich Branislav Ivanovic, den Rechtsverteidiger gab der etwas leichtfüßigere Bosingwa.

Bei Liverpool blieb Dalglish bei seinem eigenwilligen 3-5-1-1, wobei die zentralen Mittelfeldspieler Lucas Leiva, Maxi Rodriguez, Gerrard und Meireles eine Art Raute bildeten. Somit hatten beide Teams jeweils vier Spieler im Zentrum des Spielfelds, die einander mehr oder weniger neutralisierten.

Chelseas 4-3-1-2 spielt in Liverpools Karten

Warum Ancelotti für das Spiel gegen die Dalglish’sche 3er-Kette nicht kurzfristig zum 4-3-3 der Hinrunde zurückkehrte, ich weiß es nicht. Mit ein wenig mehr taktischer Flexibilität hätte er den Liverpoolern wirklich Probleme bereiten können, so aber hatte deren Hintermannschaft wenig zu tun. Die beiden Chelsea-Stürmer Torres & Drogba hatten mit Agger und Carragher je einen Gegenspieler, die Reds mit Martin Skrtel zusätzlich noch einen weiteren Innenverteidiger zur Absicherung ­– für eine 3-Mann-Abwehr gibt es eigentlich keine bessere Situation. Ein Sturm aus Anelka-Drogba/Torres-Malouda/Kalou hätte den Gästen sicherlich weh tun können, allein schon weil Kelly und Johnson noch mehr nach hinten gebunden gewesen wären. Warum dem so ist, hat die englischsprachige Webseite ZonalMarking.net schon früher eindrucksvoll erklärt

Spielverlauf

Der Theorie nach hätten sich die zentralen Mittelfeldspieler beider Mannschaften also gegenseitig ausschalten müssen, nur war Raul Meireles oft nicht rasch genug bei John Obi Mikel, sodass Rodriguez, Gerrard oder Lucas ihre Position verlassen mussten und Anelka einige Male viel Platz zwischen den Linien fand. Allerdings konnte der Franzose mit diesem Raum einfach nichts anfangen, weil er schlichtweg kein guter Spielmacher ist. Anelka fehlen Spielintelligenz und Übersicht, die nötige Technik und vor allem das Auge für den Mitspieler als Alternative zu sinnlosen Dribblings/Weitschüssen um diese Rolle ausführen zu können. Vielleicht eignet sich ja Malouda für diese Position – schwer vorstellbar, nachdem er im Vorjahr mit Domenech aneinandergeraten war weil der ihn im Zentrum eingesetzt hatte – oder Benayoun kann sie nach seiner Genesung (voraussichtlich frühestens im April, Anm.) erfüllen, ansonsten hat Ancelotti und somit auch Chelsea ein ernsthaftes Problem.

Nun wieder zurück zum gestrigen Spiel… wobei, soviel gibt es da wohl gar nicht mehr zu zu sagen. Beide Teams steckten recht wenig Aufwand in diese Partie, weshalb das Spiel – ganz abgesehen von taktischen Komponenten – eigentlich eine Beleidigung für jedes andere Spitzenspiel darstellte. Die deutlich bessere Mannschaft war über weite Strecken der FC Liverpool, der situationsbedingt vor allem auf den Flügeln einen Vorteil hatte – einige Male wagte der auf dem linken Flügel aufgestellte Rechtsfuß Glen Johnson auch die Flanke mit Effet zum Tor hin oder gar den Abschluss, wirklich gefährlich wurde es aber selten.

Angriffe der Hausherren fanden praktisch nicht statt, und wenn, dann fanden sie spätestens beim überragenden Jamie Carragher ein Ende. Torres’ Debüt hätte für ihn persönlich kaum schlechter verlaufen können, was jedoch nur bedingt seine Schuld war. Er bekam nämlich, genauso wie Sturmpartner Drogba, kaum Unterstützung durch seine Mitspieler und Bälle nur in ungefährlichen Positionen, bis auf eine Ausnahme weit weg vom gegnerischen Tor.

Deutlich besser wurde das Match immerhin als Ancelotti mit Kalou einen weiteren Stürmer brachte, nur um drei Minuten später seine Mannschaft in Rückstand gehen zu sehen. Spätestens jetzt musste Chelsea doch zum 4-3-3 zurückkehren dachte man, doch weder Kalou noch Anelka spielten in der Folge wie echte Flügelstürmer. Die letzten Minuten gehörten dann den Außenverteidigern der Blues (Cole links; auf Rechts mittlerweile Ivanovic, weil David Luiz inzwischen für den enttäuschenden Bosingwa gekommen war), die zu Beginn noch völlig kalt gestellt waren, je tiefer Liverpool stand jedoch immer besser ins Spiel fanden. Gegen nun wirklich fabelhaft verteidigende Reds führte allerdings auch in den letzten Spielminuten kein Weg vorbei, womit es letzten Endes beim 1:0 blieb.

Fazit

Ob ein 4-2-3-1 tatsächlich die beste denkbare Variante für den FC Chelsea darstellt wird sich erst in den nächsten Spielen weisen, gestern jedenfalls wäre das ursprüngliche 4-3-3 sicherlich ratsamer gewesen. Während sich Carlo Ancelotti in den nächsten Tag sicher seine Gedanken darüber macht, wird man in Liverpool wohl mit getaner Arbeit zufrieden sein, diesen hochverdienten Auswärtserfolg beim amtierenden Meister bejubeln und auch in den nächsten Partien an Dalglishs Erfolgssystem festhalten.

[ANALYSE] Arsenals „double impact“ im Londoner Derby

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Gestern standen einander der FC Arsenal, Chelsea London und somit zwei Londoner Teams gegenüber. Heißt, es handelte sich nicht nur um ein Spitzenspiel erster Güte, sondern sogleich um ein Treffen zweier Lokalrivalen. Nur ein Punkt trennte die Teams vor dem Spiel, Arsenal dafür schon fünf Punkte von Tabellenführer ManU. Die Partie hätte also bedeutender garnicht sein können, vor allem weil Wengers Mannschaft sich und seinem Publikum zu beweisen hatte, auch in Aufeinandertreffen mit unmittelbaren Gegner um die Meisterschaft bestehen zu können. Schlussendlich sollte den Gunners der Sieg gelingen, nämlich sogar ein relativ ungefährdeter…

die Startformationen
Der interessanteste Gesichtspunkt aus taktischer Sicht war zweifelsohne Arsenals Startformation: Entgegen aller Erwartungen blieb Arshavin vorerst auf der Bank sitzen, so auch Neuverpflichtung Squillaci. Stattdessen begannen mit dem Schweizer Djourou und Theo Walcott ein körperlich sehr robuster Innenverteidiger bzw. schneller, auch defensiv recht starker Winger. Wenger, dessen angeblich nicht vorhandenes taktisches Verständnis oft kritisiert wird, hat hiermit ins sprichwörtliche Schwarze getroffen – sowohl Djourou als auch Walcott taten Ihres zum Erfolg ihrer Mannschaft.

Carlo Ancelotti dagegen stellte sein Team erwartungsgemäß auf, bietet ihm der verhältnismäßig dünn gewordene Chelsea-Kader doch kaum Alternativen. Immerhin konnte er auf Frank Lampard (in den letzten Wochen und Monaten plagte ihn eine Leistenzerrung, Anm.) zurückgreifen. Dafür musste Nicolas Anelka verletzungsbedingt passen, ihn ersetzte Kalou.

die Startformationen (4-2-3-1 / 4-5-1)

die Startformationen (4-2-3-1 / 4-5-1)

 

Spielverlauf
Die ersten Minuten brachten den erwarteten offenen Schlagabtausch, zu Beginn mit leichten Vorteilen für Arsenal, aber auch etlichen Halbchancen für Chelsea. Interessant zu sehen war, dass Alexandre Song nicht wie in den Spielen zuvor einen Box-to-Box-6er gab, sondern sich wie in der Vorsaison hauptsächlich mit den Defensivaufgaben eines Abräumers beschäftigte. So wollte Arsenal jene Konter unterbinden, die ihnen in den vergangenen “Big Games” jeweils zum Verhängnis wurden.

Auch Walcotts Aufgabe war interessant: Als eigentlich gelernter Flügelstürmer fand er sich oft in der eigenen Hälfte wieder, um dort entweder Bälle zu erobern oder Ashley Cole einfach ein wenig auszubremsen. Außerdem wichen Kapitän Fabregas und Robin van Persie immer wieder wieder in tiefere Positionen (siehe hierzu die Graphik!), den Niederländer fand man sogar einige Male auf dem rechten Flügel. Obwohl der Papierform nach das zentrale Mittelfeld (bestehend aus Song, Wilshere, Fabregas bzw. Mikel, Essien, Lampard) ausgeglichen hätte sein sollen, konnte Arsenal in dieser Zone des Spielfelds einen klaren Vorteil für sich verbuchen.

van Persies Passes

van Persies Passes

 

Wenger hatte also seine Hausaufgaben gemacht und seine Truppe auf das Spitzenspiel vorbereitet. Nicht so anscheinend Ancelotti, dessen einziges taktisches Mittel offensichtlich ein massives Mittelfeld – deshalb die Umstellung von 4-3-3 zu 4-5-1 – und lange Bälle auf Solo-Spitze Didier Drogba hinter die hoch stehende Arsenal-Abwehr waren. Dass letzterer so überhaupt nicht ins Spiel fand, lag einerseits an der nicht vorhandenen Unterstützung seitens seiner Mitspieler, andererseits aber auch an Djourous athletischem Körper, der ihn auf Schritt und Tritt verfolgte.

Mit Fortdauer des Spiels bekamen die Hausherren selbiges immer besser in den Griff, unter anderem aufgrund des extrem wirkungsvollen Pressings das man von Beginn an betrieb: nicht mit nur einem und nicht mit zwei, drei Spielern setzte man Chelsea unter Druck, sondern die ganze Mannschaft beteiligte sich daran. So zwang man Chelsea zu Abspielfehlern, wie sie das passstärkste Team der Liga normalerweise nicht machen würde…

Gegen Ende der ersten Spielhälfte igelte sich Chelsea mehr und mehr ein und man hatte das Gefühl, der Führungstreffer der Gunners könne nurnoch eine Frage der Zeit sein. So war es dann auch – nach einem versuchten Doppelpass zwischen Wilshere und Song und einem regelrechten Gemetzel im Strafraum bewahrt der Kameruner die Übersicht und bringt das Leder im Tor unter.

Zweite Halbzeit
Zur Pause brachte Ancelotti Ramires für den enttäuschenden John Obi Mikel, wobei Essien dessen tiefe Rolle übernahm und Ramires neben Lampard spielte.
In die beiden Tore kurz nach dem Seitenwechsel zu viel hineinzuinterpretieren wäre sogut nicht, resultierten sie doch aus kapitalen Eigenfehlern der Blues. Immerhin belegen sie aber, was Arsenal an diesem Abend auszeichnete: Beim 2:0 kam Chelsea nicht mit van Persies Rolle als sogenannte “falsche 9” zurecht, Walcotts Treffer ging ein Ballgewinn durch Pressing voraus.

Außer dem Ehrentreffer durch Branislav Ivanovic – möglich gemacht durch katastrophales Abwehrverhalten des ansonsten starken Koscielny – gelang Chelsea in weiterer Folge recht wenig. Zwar ging nach und nach auch bei Arsenal der Spielfluss verloren, doch hatten die ihre Tore ja bereits erzielt. Dennoch, es hätten gut und gerne noch mehr werden können – unter anderem vergaben Nasri, aus Überschuss an Selbstvertrauen, und der eingewechselte Diaby, aus Mangel an einem funktionstüchtigen linken Fuß, Hochkaräter. Beim 3:1 blieb es letztlich, was dem Spielverlauf nach auch so in Ordnung ging.

Zusammenfassend
Auch wenn der Gegner über weite Strecken nicht wie einer gespielt hat, ist es den Gunners gestern seit langer Zeit wieder gelungen einen Großen zu besiegen. Mannschaftliche Tugenden wie ausgezeichnetes Pressing und Ansätze totalen Fußballs waren dafür ebenso verantwortlich wie herausragende Einzelleistungen wie sie beispielsweise Alex Song gezeigt hat. Erleichtert schien nach der Partie vor allem der zuletzt in die Kritik geratene Arsene Wenger, der die Folgen des Sieges folgendermaßen beschrieb:

It was a double impact. Mathematically, it keeps us in touch with the leaders of the league. And psychologically, it was important. We were questioned about our capability of winning big games. I’m happy with the desire in the team.

[ANALYSE] Ergebnis ≠ Leistung

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ÖSTERREICH – GRIECHENLAND
Ernst Happel-Stadion, 16 200 Zuseher

1 : 2 (Fuchs 67. / Samaras 49.; Fotakis 81)

Österreichs Fußballnationalmannschaft war am vergangenen Mittwoch inferioren Griechen über weite Strecken des Spiels klar überlegen, musste sich letztendlich jedoch mit einer 1:2-Heimniederlage begnügen. Da das Endergebnis in Freundschaftsspielen nur in Ausnahmefällen (Österreich gg Deutschland, Brasilien gg Argentinien, Portugal gg Spanien unter anderem) von Bedeutung ist, kann man mit dem Gesehenen an sich zufrieden sein. Zu den vielen positiven Aspekten der Partie gesellten sich natürlich auch weniger gute – diese und jene werden im Laufe des Blog-Eintrags genauestmöglich analysiert.

Nach der überraschender-, fast komischerweise recht guten Darbietung in Belgien hatte Österreich im letzten Länderspiel des Jahres den Europameister von 2004 sowie den Weltranglisten-Elften Griechenland zu Gast. An Österreichs Startformation änderte sich trotz völlig anderem Gegner wenig bis gar nichts, noch nicht mal Kapitän Marc Janko kehrte in die erste Elf zurück. Die wenigen Änderungen, die Constantini vornahm/vorzunehmen hatte tätigte er allerdings ausgerechnet in der so empfindlichen Doppelsechs: Der angeschlagene Baumgartlinger wich David Alaba, Paul Scharner (fürs nächste Pflichtspiel Rot-gesperrt, ausschließlich deswegen auf der Bank) machte Yasin Pehlivan Platz frei.

Österreichs Startformation (4-2-3-1)

Österreichs Startformation (4-2-3-1)

Ebenso wie Österreich zu Beginn liefen auch die Griechen in einem leicht verkappten 4-2-3-1 auf, dessen zentrale Achse (Karagounis, Samaras, Salpingidis, Anm.) die Fäden im Spiel hätte ziehen sollen.

erste Halbzeit
Bereits nach fünf Minuten hätte Österreich in Führung gehen können – nämlich per Elfmeter, der nach Maierhofer-am-Leiberl-ziehn korrekterweise verhängt wurde. Anstatt einen Junuzovic oder sonstigen technisch versierten Spieler das Leder in die Maschen schießen zu lassen, durfte Geburtstagskind Florian Klein selbiges versuchen. Der Rechtsverteidiger scheiterte kläglichst. In einem Freundschaftsspiel wie gesagt so schlimm nicht, allerdings ebenso ein Zeichen von mangelnder Professionalität und im Ernstfall natürlich umso schlimmer.

Von 16 200 gekommen Fans fanatisch angefeuert präsentierte sich die Constantini-Elf in der darauffolgenden Viertelstunde wirklich erfrischend, selbst One-Touch-Kombis über mehrere Stationen hatte man in dieser Phase anzubieten. Tatsächlich gelang es uns gestern deutlich besser, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Auch Maierhofer tat hier das Seinige dazu, indem er die Bälle einige Male geschickt auf Junuzovic abprallen hat lassen. Der Austrianer wiederum suchte häufig nach Marko Arnautovic, der gestern – abgesehen von einem Distanzschuss in der 20. Minute – recht unauffällig spielte, mit seiner Ballsicherheit und einigen guten Pässe aber zu überzeugen wusste. Maierhofer – Junuzovic – Arnautovic war also die prägende Achse des österreichischen Spielaufbaus – gäbe es eine Netzwerkanalyse zum Spiel, so würde sie dies sicherlich belegen.

Um die 30. Spielminute herum verebbte das Spiel zusehends und bot nicht mehr die Torchancen, die es noch zu Beginn geboten hatte. Dennoch hatte Österreich das Spielgeschehen weiterhin im Griff. Griechenland hatte unterdessen alle Mühe, den Ball längere Zeit in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen. Wurde man gefährlich, dann hauptsächlich durch Konter über die linke österreichische Abwehrseite, wo Christian Fuchs zuweilen einfach zu offensiv agierte. Sein Gegenüber Florian Klein hatte das Glück, mit Mitroglou einen bestenfalls durchschnittlichen Gegenspieler zu haben – jeder andere hätte mit dem schlicht überforderten Klein nämlich seine Freude gehabt.

fliegender Systemwechsel
Nach rund 35 Minuten änderte Österreich (ob nun vorgegeben oder nicht…) sein System vom 4-2-3-1 in ein 4-1-4-1 um – Pehlivan war nun alleiniger 6er, Alaba spielte deutlich offensiver als zuvor und Junuzovic ließ sich immer häufiger in tiefere Rollen fallen. Man versuchte so offensichtlich auf die inferiore Spielweise der Griechen zu reagieren und noch mehr Druck zu entwickeln. Gelungen ist dies kaum, da Maierhofer fortan isoliert wirkte und die Laufwege von Pehlivan, Alaba und Junuzovic ein solides Kombinationsspiel im Zentrum verunmöglichten. Einen Versuch war es jedoch wert, wozu sonst sind Freundschaftsspiel schließlich da…?

Trotz diesen Umstands fand Österreich selbst in dieser Phase einige Einschussgelegenheiten vor – einige Male scheiterte man jedoch am Unvermögen, andere Male am Schiedsrichter.

zweite Hälfte
Zur Halbzeit kam, wie im Vorfeld vereinbart, Christian Gratzei für den quasi beschäftigungslosen Macho. Dass der Sturm-Goalie bereits nach vier Minuten den Ball aus dem Netz fischen musste, war so nicht unbedingt zu erwarten und eigentlich mehr als nur ungerecht. Andererseits darf man sich, wenn man sieht wie Klein Samaras deckt bzw. eben nicht-deckt, über den Gegentreffer an sich nicht wirklich beklagen.

Bereits Minuten später hätte Österreich ausgleichen können, doch der ansonsten überragende Junuzovic rutschte ungeschickterweise an einer Hereingabe von Christian Fuchs vorbei.

In der 58. Minute kam dann endlich Marc Janko ins Spiel. Doch anstatt Maierhofer, der mit Fortdauer des Spiels immer weniger an diesem Teil hatte, auszutauschen, musste Veli Kavlak den Platz verlassen. An sich nicht schlimm, Kavlak war schließlich bis auf ein paar Aktionen unmittelbar vor seiner Auswechslung nicht wirklich vorhanden, aber insofern sehrwohl problematisch, als der Wechsel von 4-2-3-1/4-1-4-1 auf 4-4-2 dem österreichischen Spiel einfach nicht gut tut. Bereits in Belgien sah man dies, also ist auch die Ausrede “Freundschaftsspiel, also eh wurscht” unzulässig. Ein fähiger Teamchef lernt aus Fehlern, Constantini augenscheinlich nicht.

Anschließend nahm Constantini den enttäuschenden Pehlivan vom Feld und brachte stattdessen Paul Scharner, doch selbst der England-Legionär vermochte dem mittlerweile recht trostlosen Spiel der Österreicher keine Wende zu geben. So musste also eine fantastische Einzelaktion des Deutschland-Legionärs Christian Fuchs den hochverdienten Ausgleich herbeiführen: Von Marko Arnautovic zuvor per Fersler in Szene gesetzt nimmt sich der Mainzer aus 25 Metern ein Herz und wuchtet das Runde ins Eckige.

Dass das Spiel letzten Endes trotzdem verloren ging, ist für mich nicht weiter schlimm, das Abwehrverhalten beim spielentscheidenden 1:2 gibt jedoch zu denken – abermals fiel es über Christian Fuchs’ Seite und zum wiederholten Mal aus einem schnellen Gegenstoß. Zeichnete sich Österreich zu Beginn der Ära Constantini noch durch seine solide Hintermannschaft aus, hat es mittlerweile stark an Souveränität eingebüßt. Vier Gegentreffer bei mittelmäßigen Belgiern und deren zwei von destruktiven Griechen sprechen für sich…

Zusammenfassend
Im Grunde genommen lässt sich mit der Leistung unserer Jungs leben, die viel zitierte und oft vermisste “Leistungssteigerung” war diesmal klar und deutlich ersichtlich. Durch Pech, Unvermögen und mangelhaftes Abwehrverhalten hat man sich allerdings um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Constantini muss man zugestehen, eine durchaus schlagkräftige Truppe geformt zu haben, seine Wechsel waren jedoch abermals ein Schuss in den sprichwörtlichen Ofen.

Ein Wort abschließend noch zu Griechenland: Erschreckend, dass man sich zwar von Otto Rehagel getrennt hat, unter einem neuen Teamchef aber weiterspielt wie bisher. Ungeachtet der guten Ergebnisse in der EM-Qualifikation wird man sich meiner Einschätzung nach nicht mehr lange auf dem elften Rang der FIFA-Weltrangliste halten können, es sei denn man gleicht seine Spielweise endlich dem internationalen Trend des Fußballs an.

Einzelkritik

Macho: So gut wie beschäftigungslos… wenn beschäftigt, dann sicher

Klein: kann nichts dafür, dass er nichts im Nationalteam verloren hat
Prödl: mehrere Male ein Unsicherheitsfaktor
Schiemer: Solide.
Fuchs:
seine Vorstöße sind Goldes wert, die Lücke, die er dadurch in der Viererkette hinterlässt, ist jedoch schwer zu stopfen

Pehlivan: etliche unnötige Fehlpässe, im Zweikampfverhalten fehlt oft die Entschlossenheit
Alaba:
ein Versprechen für die Zukunft, momentan nichts als ein Mitläufer… als 6er weit besser als als 8er, btw

Kavlak: hatte relativ wenige Ballkontakte. Wenn er den Ball dann mal hatte, folgte meist der Alibi-Pass.
Junuzovic: laufstark, dynamisch und mit einer hervorragenden Technik ausgestattet – könnte tatsächlich der ZOM sein, nach dem Österreich schon so lange sucht
Arnautovic: zusammen mit Junuzovic bester Mann auf dem Platz, Gründe sind oben angeführt

Maierhofer: holte das Beste aus sich raus, was aber noch immer zu wenig sein sollte, einen Marc Janko auf die Bank zu vertreiben

Gratzei: beim 1:2 kann er stehn bleiben, muss er aber nicht… am Ende war es nur ihm zu verdanken, dass man nicht noch ein drittes Gegentor kassierte
Janko:
fand nicht so recht ins Spiel – teilweise lag’s an ihm selbst, teils aber auch an den nicht vorhandenen Vorlagen
Scharner: Durchschnitt.
Linz:
sollte bei unserem Material an Stürmern eigentlich nicht für einen Einsatz infrage kommen…

[ANALYSE] Das Zünglein hieß Carlos Alberto Tevez

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Am Wochenende trafen einander Manchester City und Chelsea, also zwei Anwärter auf den Premier League-Titel. Am Ende hatte der Gastgeber als spielerisch unterlegene Mannschaft die Nase vorn – der folgende Blog-Eintrag befasst sich mit den Umständen, die dazu führten.

Roberto Mancini, ob des Umgangs mit seinen Spielern mittlerweile in Verruf geraten, bot im großen und ganzen jene Spieler auf, die bereits in den Runden zuvor sein Vertrauen genossen hatten. Den einzigen weniger geläufigen Namen in Citys Startelf stellte Dedryck Boyata dar – der 19-Jährige war bereits gegen RedBull Salzburg 22 Minuten lang im Einsatz und durfte nun ausgerechnet im Duell mit dem Tabellenführer von Beginn an. Boyata übernahm die Position des Rechtsverteidigers, weshalb Rechtsfuß Zabaleta diesmal den linken Flügel bekleidete. Die Dreifach-Sechs im zentralen Mittelfeld blieb wie gehabt, im linken offensiven Mittelfeld bekam James Milner den Vorzug gegenüber Michael Johnson.

Mancinis Gegenüber, Carlo Ancelotti, sah sich ebenso wenig zu Änderungen veranlasst – Ramires ersetzte den angeschlagenen Frank Lampard, ansonsten glich die Startformation jener aus den vergangenen Spieltagen.

Die Startformationen

Die Startformationen

Wenn 4-3-3 4-3-3/4-5-1 trifft, führt dies für gewöhnlich zu torarmen Begegnungen – so auch in diesem Spiel, wie sich herausstellen sollte. Faktisch hatten beide Teams sehr ähnliche Probleme: Sie bekamen zu wenige Spieler vor den Ball (oder auch nur in die Nähe des Selbigen) und machten nicht von ihren Außenverteidigern Gebrauch, dazu später mehr.

Nahezu 90 Minuten lang neutralisierten die zentralen Mittelfeldspieler beider Mannschaften einander. Bei Ballbesitz des Gegners hatte jeder einen unmittelbaren Gegenspieler (Paare bildeten: Barry und Essien, Ramires und de Jong, sowie Obi Mikel und Yaya Toure), keiner der Sechs hatte den Freiraum, den es gebraucht hätte, damit er das Spiel an sich reißen hätte können. Hinzu kam der Umstand, dass Ramires (offensivster Mann im Chelsea-Mittelfeld) und Yaya Toure (agierte Sonntags teilweise wie ein ZOM, einst war er Barcelonas 6er) ihrer jeweiligen Rolle überhaupt nicht gewachsen waren und entsprechend schwach spielten. Chelsea umgeht dieses Problem normalerweise durch Frank Lampard, nur war und ist dieser verletzt. City hat hingegen Spiel um Spiel das gleiche Problem, der torgefährliche Mittelfeldspieler fehlt.

Während Malouda, Anelka und Silva bei Ballbesitz der eigenen wie auch der gegnerischen Mannschaften sehr zentral agierten, lief James Milner die linke Linie entlang – dies jedoch ohne Erfolg, ein echter Flügelspieler war er meiner Meinung nach noch nie. Malouda zog durch sein Nachinnenziehen Boyata mit sich, Ashley Cole hätte viel Platz vor sich gehabt, weigerte sich jedoch konsequent, diesen zu nützen. Cole hielt, ebenso wie Ivanovic auf der Gegenseite, das Spiel lediglich bereit, anstatt für ernsthafte Torgefahr zu sorgen. Wieso er dies tat? Vermutlich aus Angst vor schnellen Gegenstößen.

Chelsea kontrollierte die Begegnung und begnügte sich mit Ballbesitz sowie dutzenden Standardsituationen – eine solche hätte sogar beinahe  zum Führungstreffer geführt (Ivanovic traf nur Aluminium, Anm). Ansonsten blieben Chancen Mangelware, beide Defensivabteilungen leisteten gute Arbeit. An dieser Stelle seien die groben Unterschiede in punkto Abwehrarbeit hervorgehoben: ManCity stand relativ tief, verteidigte kompakt und mit elf Mann, Chelsea betrieb ab dem Mittelkreis Pressing, Drogba war von Defensivaufgaben freigesprochen und die Viererkette verteidigte deutlich höher – wie auch immer, beide Varianten führten zum Erfolg.

Zweite Halbzeit
Den siegbringenden Treffer erzielte City ausgerechnet nach einem Eckstoß des Gegners: Nach einem Ballgewinn/-verlust von James Milner/Ramires stehen Obi Mikel, Terry und Cole Silva und Tevez gegenüber, wobei letzterer das Leder führt. Silva zieht Mikel und Terry auf sich, Tevez gewinnt das Laufduell gegen Cole und vollendet mit einem präzisen Schuss ins lange Eck.

Chelsea gelingt in weiterer Folge sehr wenig, man fand sich offensichtlich mit der eigenen Unfähigkeit, Torchancen herauszuspielen, ab. Gegen Ende tauschte Carlo Ancelotti Zhirkov (spielte eine Art BackUp für Cole, der daraufhin endlich zu Sturmläufen ansetzte), McEachran (17-jährig) und Sturridge ein, für letzteren verließ Drogba das Feld. Kein Wunder, zumal er 80 Minuten lang farblos geblieben war und in der zweiten Hälfte nur einen einzigen (!) Pass zum Mitspieler brachte. Man könnte meinen, City habe Drogba an sich manngedeckt, doch war dies keineswegs der Fall. Die Citiziens nahmen schlicht die Passgeber des Ivorers aus dem Spiel und damit auch den Stürmer selbst. Doch anstatt sich die Bälle anderweitig zu verschaffen, beharrte Drogba auf seiner eher statischen Spielweise, ganz im Gegensatz zu seinem City-Pendant, Carlos Alberto Tevez  – die Auswechslung ging somit in Ordnung.

Dennoch sollte es Chelseas Ansprüchen nicht genügen, in Rückstand liegend auf Spieler wie McEachran oder Sturridge bauen zu müssen, Verletzungssorgen hin oder her. Freilich möge man der Jugend eine Chance geben, angewiesen sein sollte man auf sie jedoch nicht.

Zusammenfassend
ManCity ist am Ende glücklicher aber beileibe nicht unverdienter Sieger. In einem Spitzenspiel wie diesem zu unterliegen mag Chelsea schmerzen, allerdings besteht keinerlei Grund zur Sorge, da die Gründe leicht ausgemacht sind: Drogba erwischte einen pechschwarzen Tag, mit Lampard fehlte der letzte verbliebene Kreative und den Außenverteidigern die Durchschlagskraft. All dies sahen wir im Laufe der Saison bereits wesentlich besser, dieses eine Spiel ist also einzig und allein als solches zu bewerten.

[ANALYSE] Constantini at his best

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Der dseitlhuber – sportblog analysiert das freundschaftliche Länderspiel zwischen Österreichs A- und der schweizerischen B-Auswahl

18 000 Zuseher – einer davon war, man könnte sagen ‘unglücklicherweise’, ich – pilgerten in die Klagenfurter Hypo Group-Arena, um dort zu hoffen, dass sich bessert, was sich unter einem Teamchef Dietmar Constantini nicht mehr bessern wird: Der Spielaufbau des ÖFB-Teams, oder grob gesagt: das Auftreten selbigens.

Das Ergebnis täuscht über eine katastrophale Leistung hinweg, gegen in Bestbesetzung und mit vollem Einsatz auftretende Schweizer hätte man sich keineswegs mit einer, letztendlich fast unglücklich zustande gekommenen, knappen Niederlage aus der Affäre ziehen können. Dennoch – und darauf lege ich im Laufe des Blog-Eintrags explizit Wert, einfach weil gerne Gegenteiliges behauptet wird – hatte Constantini einen Plan und folglich auch eine Taktik.

So sah die Grundformation aus:

Österreich gegen Schweiz

Österreichs Startformation gegen die Schweiz

Constantinis Taktik und warum diese scheiterte
Ich habe es bereits angesprochen, Constantini hatte eine Taktik – die Graphik veranschaulicht dies zusätzlich. Der sture Tiroler mit Schilehrer-Vergangenheit verzichtete auf einen Stürmer neben Jimmy Hoffer und bot stattdessen erstmals in seiner nunmehr 17-monatigen Teamchef-Ära ein 4-2-3-1 auf. Bei Ballbesitz des Gegners wurde dieses allerdings zu einem 4-4-2 , welches den Gegner in dessen Spielaufbau stören sollte und das auch einigermaßen tat – dieses Muster hat sich Constantini vermutlich vom Nachbar abgeschaut, Mesut Özil erfüllte für Deutschland genau jene Rolle, die vorgestern auch Zlatko Junuzovic zugeteilt war.

Das 4-2-3-1 mit Deutschland-Touch war jedenfalls insofern eine gute Wahl, als unser Gegenüber in seinem traditionellen 4-2-2-2/4-4-1-1-System auftrat und Österreich, von der Papierform her, leichtes Übergewicht im Mittelfeld hatte. Dass es sich hierbei nicht um Zufall, sondern tatsächlich eine Überlegung Constantinis handelte, zeigt sich auch am folgenden taktischen Muster: Praktisch jedes Mal wenn der Ball in den österreichischen Reihen zirkulierte, wurde einer der beiden Außenverteidiger (in 98% der Fälle war es Christian Fuchs) zum sechsten Mittelfeldspieler und die 4er- zur 3er-Kette. Folglich hatte Dag bei schnellen Gegenstößen der Schweizer zwei Positionen, nämlich jene des Innen- und die des Außenverteidigers, zu erfüllen, was ihm sichtlich Probleme bereitete und den Schweizern zu zwei Großchancen verhalf.

Wirklich verloren hat Österreich die Partie jedoch anderswo: Im zentral defensiven Mittelfeld. Zum einen konnte ich trotz intensivster Beobachtung von genau dieser Zone in der österreichischen Doppelsechs nicht mal ansatzweise eine Form der Arbeitsteilung ausmachen. War nun Schiemer der offensivere, oder doch Baumgartlinger? Ich tendiere eher zu Baumi, wissen tu ich es aber nicht.
Weiters passte der Abstand von Abräumer A zu Abräumer B nichtmal ansatzweise, wobei ich mir in diesem Fall nicht sicher bin, ob Schiemer/Baumgartlinger schlicht überfordert waren, oder ihr Fehlverhalten einer absurden Idee des Teamchefs entsprang.

Schließlich und endlich der wesentlichste Verhau: Das Umschalten (beziehungsweise Nicht-Umschalten) von Offensive auf Defensive, welches in einem 4-2-3-1 noch wichtiger ist, als in vielen anderen Systemen. Baumgartlinger bekam offensichtlich die “Busquets-Rolle” (Vorbild ist nämlich Spanien) zugeteilt, was so viel wie “Ball annehmen, passen, freilaufen, Ball annehmen, passen, freilaufen, Ball annehmen, …” bedeutet (Sinn = 0, nachdem man den geregelten Spielaufbau bereits nach 30 Minuten eingestellt hatte). Ein Schiemer – natürlich wäre jeder Badekicker für diese Rolle besser geeignet als Schiemer, aber Constantini will es nunmal so – als Xabi Alonso für Arme wäre für den Spielverlauf ein Segen gewesen, dass er nahtlos an seine Zerstörer-Funktion bei RB Salzburg anknüpfte, ist andererseits konsequent, weil die perfekte Abrundung einer perfekten Vergewaltigung des Prinzips ‘Doppelsechs’. Gebracht hat die Doppelsechs also nur eines: das altbekannte „Österreicherloch“.

Dass Erwin Hoffer und nicht ein etwas größerer Spieler die Solo-Spitze gab, sehe ich übrigens, im Gegensatz zu manch anderem, nicht als Fehler des Teamchefs. Solange er Bälle für sich und sich in Zweikämpfen behauptet – was er meiner Meinung nach durchaus getan hat –, ist er in meinen Augen auch ohne Riesen an seiner Seite zu gebrauchen.

Zusammenfassend
Wer sagt, Constantini hätte seinen Spielern keine Taktik mit auf den Weg gegeben, lügt, oder verfügt einfach über eine mäßige Beobachtungsgabe. Seine Strategie war schlichtweg a) oberflächlich… und deshalb b) um nichts besser als keine Taktik. Alleine, dass DC Schiemer offensichtlich aufgetragen hat, sich bei jedem Abschlag ins ZOM zu begeben, nur damit er dort Kopfballduelle gewinnt, demonstriert die Naivität unseres Teamchefs auf eindrucksvolle Art und Weise, weshalb er sich nachfolgenden Sager im Grunde genommen sparen hätte können:

Das Konzept schaut so aus: Jeder soll sich bewegen und jeder soll einen einfachen Pass spielen. Dann kommen wir nach vorne zum Tor und machen den Treffer. Das wäre mein Konzept. Da kommt aber etwas dazwischen: Der Gegner zerstört mir dieses Konzept. Bei jeder Vereinsmannschaft ist es dasselbe. Unser Konzept ist so ausgelegt, dass wir so spielen wie Spanien. Das wäre ideal. Aber das geht nicht, weil wir nicht so gut sind wie Spanien.

Um meinen Blog-Eintrag auf den Punkt zu bringen: Eine Taktik hatten wir sehrwohl, der Teamchef dürfte aber einfach nicht in der Lage sein, eine in sich stimmige zusammenzustellen. Heißt: Unter Dietmar Constantini wird Österreich höchstwahrscheinlich keine besseren Spiele mehr erbringen. Das Unternehmen ‚WM-Quali‘ ist somit vorbei, ehe es begonnen hat – ein fähiger ÖFB-Präsident würde aus dieser Perspektive seine Schlüsse ziehen und das einzig richtige tun

Einzelkritik:

Gratzei: Im ersten Durchgang hielt er einige Male die Null fest, nach Seitenwechsel nicht mehr ernsthaft geprüft

Dag: Mitunter einer der Schlechtesten, was aber eher auf Constantini zurückzuführen ist
Prödl:
Hölzern wie eh und je, aber allemal zweikampfstark und deshalb eine Bereicherung
Pogatetz:
In der Innenverteidigung Fels in der Brandung, im gegnerischen 16er gefährlichster Österreicher
Fuchs:
Hätte er sich beim Elfer zurückgehalten und jemand anders schießen lassen, könnte man von einer guten Leistung sprechen

Schiemer: Lieferte im Rahmen seiner Möglichkeiten eine solide Vorstellung ab
Baumgartlinger:
Gefiel mir phasenweise ganz gut, machte sich/uns mit einigen Abspielfehlern allerdings auch vieles zunichte

Wolf: Kann nichts dafür, dass er nichts im Nationalteam zu suchen hat
Junuzovic:
Anfangs noch okay, danach zusehends untergetaucht
Jantscher:
Hat schon bessere Tage gesehen, wobei einige Hereingaben dennoch brauchbar waren

Hoffer: Ihm wurde bereits ein Absatz gewidmet

Klein: Kann genauso viel dafür wie Patrick Wolf
Korkmaz:
Technisch macht ihm weder Freund noch Feind was vor, andererseits ist seine Effizienz weiterhin unter jeder Kritik
Harnik:
Holte das 11er-Geschenk heraus und war auch ansonsten bemüht, sein fehlender Torinstinkt brachte ihn jedoch oft um die Früchte seiner Arbeit

Beitrag stammt vom: 13. August 2010 – 18:26 Uhr

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